Meister dreht Zwei-Tore-Rückstand und steht wieder im Finale

HC Walter Buaba lag gegen Hard 1:3 zurück, doch holt sich trotzdem das Ticket.
Rankweil Es war das letzte Saisonheimspiel – und es wurde ein Eishockeyabend, wie ihn sich die Vorarlberger Fans wünschen. 300 Zuschauer sorgten für einen würdigen Rahmen, auf dem Eis lieferten sich der HC Walter Buaba und der EHC Hard im zweiten Halbfinale der VEHL-1 ein intensives, temporeiches Duell auf Augenhöhe. Am Ende setzte sich der amtierende Meister mit 4:3 durch, gewann auch das zweite Spiel der Best-of-three-Serie und steht damit erneut im Finale.

Der EHC Hard, nach dem 4:5 im ersten Spiel bereits unter Zugzwang, erwischte den besseren Start. Simon Hämmerle traf nach 8:38 Minuten zur 0:1-Führung und brachte die Gäste früh in Front. Walter Buaba bemühte sich um Struktur im Spielaufbau, fand auch gute Abschlüsse vor, doch Hard-Torfrau Sabrina Kühne präsentierte sich einmal mehr in starker Verfassung und entschärfte mehrere scharfe Versuche der Rankler. Erst in der 17. Minute war sie geschlagen: Philipp Bali nutzte eine Gelegenheit zum 1:1-Ausgleich (16:56).

Auch im zweiten Drittel blieb das Spiel intensiv, mit viel Tempo und körperbetonten Zweikämpfen. Hard zeigte sich effizienter. Simon Töfferl brachte die Gäste in der 34. Minute erneut in Führung (33:19). Als Simon Hämmerle kurz nach Wiederbeginn auf 1:3 stellte (41:08), schien das Pendel endgültig in Richtung Bodensee auszuschlagen. Walter Buaba lag damit bereits zum dritten Mal an diesem Abend zurück – 0:1, 1:2 und nun 1:3.

Doch der Meister bewies Moral. Trotz des Zwei-Tore-Rückstands blieb das Team von Trainer Andreas Beiter ruhig, erhöhte den Druck und setzte alles auf eine Karte. Lukas Beck verkürzte in der 46. Minute auf 2:3 (45:26) und läutete damit die Wende ein. Philipp Bali, der schon im ersten Drittel getroffen hatte, erzielte in der 53. Minute den viel umjubelten Ausgleich zum 3:3 (52:56).
Nur gut zwei Minuten später schlug Patrick Breuß zu. Mit seinem Treffer zum 4:3 (54:59) drehte er die Partie endgültig. Es war die Krönung einer starken Schlussoffensive, in der Walter Buaba innerhalb von nicht einmal zehn Minuten drei Tore erzielte.

Wie schon im ersten Halbfinale entschied am Ende ein einziges Tor zugunsten des Meisters. Zweimal gewann Walter Buaba mit einem Treffer Differenz und unterstrich damit eindrucksvoll seine Play-off-Qualitäten. Wenn die Rankler personell aus dem Vollen schöpfen können, ist mit diesem Kollektiv immer zu rechnen.
Mit dem Finaleinzug ist der HC Walter Buaba zumindest Vizemeister der VEHL-1. Nach einem eher enttäuschenden Saisonstart war das keineswegs selbstverständlich. Nun wartet im Endspiel der EHC Montafon, ebenfalls in einer Best-of-three-Serie. Montafon genießt zweimal Heimrecht, das Heimspiel der Walter Buaba wird aller Voraussicht nach in Feldkirch ausgetragen.

Philipp Bali mit zwei Treffern, Lukas Beck und Patrick Breuß schossen den Titelverteidiger ins große Finale. Der Meister lebt weiter seinen Traum – und ganz Eishockey-Vorarlberg darf sich auf eine Finalserie freuen, die Spannung verspricht. VN-TK









