Rankweil wurde zur Kinder-Werkstatt

Hunderte Kinder und viele Eltern bauten zwei Tage lang mit prominenten Gästen.
Rankweil Rankweil wurde am Wochenende zur Werkstatt für eine ganze Generation – und für jene, die sie begleiten. Wo sonst Veranstaltungen über die Bühne gehen, saßen diesmal Hunderte Kinder auf einer kleinen Bühne, stapelten Bausteine, tüftelten an gewagten Konstruktionen und präsentierten stolz ihre Kunstwerke. Mitten unter ihnen: prominente Unterstützer aus Arbeiterkammer, Politik und den MINT-Regionen – allen voran AK-Präsident Bernhard Heinzle.

Die Arbeiterkammer Vorarlberg war maßgeblich an der Umsetzung beteiligt und unterstützte das Projekt entscheidend. Gemeinsam mit AK-Direktor Andreas Lampert setzte Heinzle ein klares Zeichen für Bildungsinitiativen, die früh ansetzen. Ebenfalls vor Ort waren Rankweils Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall, Koblachs Bürgermeister Gerd Hölzl sowie MINT-Koordinator und Organisator Norbert Preg mit Elke Moosbrugger von der Bibliothek Rankweil. Sie alle griffen selbst zu den Bausteinen, mischten sich unter die Familien und bauten Seite an Seite mit den Kindern.

“Solche Projekte funktionieren nur, wenn sie gut organisiert und koordiniert werden”, betonte AK-Präsident Bernhard Heinzle. Sein Dank galt dem gesamten Organisationsteam, den beteiligten Regionen und Gemeinden. Die Begeisterung für Technik und kreatives Tüfteln sei eine Investition in die Zukunft des Landes, so Heinzle.

Auffallend war, wie viele Eltern ihre Kinder begleiteten – und nicht am Rand stehen blieben. Sie knieten oder setzten sich dazu, nahmen selbst Bausteine in die Hand und begannen zu bauen. Aus anfänglicher Zurückhaltung wurde schnell Ehrgeiz. Ein Vater feilte konzentriert an einer stabilen Brückenkonstruktion, während seine Tochter daneben einen Turm in die Höhe wachsen ließ. Eine Mutter diskutierte mit ihrem Sohn über die beste Stütze für ein mehrstöckiges Gebäude. Es war ein generationenübergreifendes Miteinander, bei dem Lernen ganz selbstverständlich geschah.

Rankweils Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall hob hervor, wie wertvoll genau dieses gemeinsame Erleben sei. Projekte wie dieses würden zeigen, dass Bildung dann besonders nachhaltig wirkt, wenn Familien eingebunden sind und mehrere Partner zusammenarbeiten. Ihr Dank galt neben der Arbeiterkammer auch den engagierten Koordinatoren und den beteiligten Gemeinden. Ihre Tochter Aurelia glänzte mit vielen fantasievollen Bauwerken.

Koblachs Bürgermeister Gerd Hölzl sprach von einer motivierenden Zusammenarbeit über Grenzen hinweg. Solche Initiativen lebten nicht nur von finanzieller Unterstützung, sondern vom persönlichen Einsatz vieler Beteiligter. Dass so viele Eltern aktiv mitmachten, sei ein starkes Signal.

Als am Ende des Wochenendes die Bauwerke wieder abgetragen wurden, blieb mehr als ein leerer Saal zurück. Es blieb das Bild von prominenten Persönlichkeiten auf einer unvergessenen Bühne, von Kindern mit leuchtenden Augen – und von Eltern, die selbst wieder zu Baumeistern wurden. Rankweil war für zwei Tage Bühne und Werkstatt zugleich. Und vielleicht auch ein Ort, an dem nicht nur Türme wuchsen, sondern neue Begeisterung. VN-TK











