Elemente Stein und Wasser inszeniert

Ausstellung “Durch die Wand” des Künstlerkollektivs “RatAess” im Feldkircher Pulverturm.
Feldkirch Um die Wechselwirkung zwischen den beiden Elementen Stein und Wasser geht es hauptsächlich bei der jüngsten Ausstellung des 2019 von Alexander Ess und Thomas Rauch gegründeten Künstlerkollektivs “RatAess”. Nach Ausstellungen in Zürich, Meiningen, Feldkirch (“Feurle”) und Vaduz bespielen die beiden Feldkircher Kreativen den Pulverturm der Montfortstadt.

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Die Steinfassade des Turms hat Ess fotografiert und auf zwei schwere, transparente Kunststoffplanen drucken lassen, die auf den ersten Blick undurchdringlich erscheinen. Die BesucherInnen können sich durch den Spalt in der Mitte ins Innere des Gebäudes, also buchstäblich “durch die Wand”, drängen. Zuvor konnten sie auf dem Vorplatz vier Lichtprojektionen sehen, mit denen in verzerrter Weise die Umrisse von im Turm verbauten Steinen dargestellt werden.

In einem Teil des Erdgeschosses ist die vom Künstlerduo für die “Lichtstadt Feldkirch 2025” gestaltete Installation mit mehreren Monitoren zu sehen, auf denen die Lichter von Fahrzeugen zu sehen sind. Dazu passend fuhr während der Vernissagerede von Leon Boch auf dem Vorplatz ein Stadtbus an den gut hundert BesucherInnen vorbei.

“Die Arbeit ist ein Fluss, den wir für dieses Gebäude erarbeitet haben”, fasst Ess die Projektionen von Quelle, Bach und Wasserfall (erzeugt mit sechs Projektoren und einem Klangmodul) im Inneren zusammen”. Mit ihr haben er und Rauch für sich Neuland betreten. Als Ergänzung zu den Projektionen finden sich in den Obergeschossen Bilder, aber auch Steine, in denen metallene Bügel versinken.

Für Boch, der in Vaduz die “Galerie am Lindenplatz” betreibt und Obmann der IG Kultur Vorarlberg ist, enthält die Ausstellung mit dem Eingang ein “popartiges Element”, ist spannend und ein Symbol für kulturelles Arbeiten in Gemeinschaft. Die Bilder referenzieren ihm zufolge auf die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts. Durch ihre Bezüge zu Steinen und Wasser könne sie Denkanstöße dazu geben, wie mit den beiden Elementen umgegangen wird. In der Natur werden Steine durch Wasser, teils durch frostbedingte Risse, teils durch Abschleifen, bearbeitet bzw. geformt. AME
Die Schau ist am 12. und 13. sowie am 20. und 21. März zwischen 19 und 21 Uhr zugänglich. Am 27. März findet ab 19 Uhr die Finissage statt.













