Marcel Dengels Skulpturen im kukuphi

Die Ausstellung “MasiRati-Welten” zeigt imposante, aus Stein, Holz und Metall geschaffene Skulpturen.
Bludenz Die neuen “MasiRati-Welten” sind derzeit in der Kellergalerie kukuphi in Bludenz zu sehen. Marcel Dengel baut Figuren. “Ich glaube, dass die Figuren mich als Erschaffer gefunden haben. Die Figuren sind aus Stein, Holz und Metall. Eine Figur ist ungefähr vier Meter groß und rund 200 Kilogramm schwer. Der Kopf ist immer ein Stein, von der Natur geformt”, erzählt der Nüziger. Das Holz gebe den Charakter vor, wie die Figur dasteht und wie die Bewegung sein soll. Das seien die Grundmaterialien für eine Figur, die er dann mit Metall zusammenführt. Plötzlich stehe dann eine riesengroße Figur vor ihm, die mit ihm und seiner Crew durch die Welt reist.

“Eine sehr häufig gestellte Frage ist, ob die Figuren tatsächlich dort gestanden sind, wo man sie auf dem Bild sieht. Ich sage immer: ja. Es würde etwas Entscheidendes fehlen, wenn man die Bilder mit Photoshop machen würde – die Geschichte, wie das Bild entstanden ist. Das ist ein Gesamtpaket: ein Bild mit Geschichte. Das ist einzigartig, total berührend und erfüllt mich mit Freude”, betont Marcel Dengel.


Gute Figur
Galeristin Sigrid Fritsche teilt mit: “2025/26 hat der Künstler erstmals Figuren geschaffen, die ‚überall‘ Platz haben, durch jede Türe transportiert werden können und in jedem Wohnraum eine gute Figur machen. Einzelstücke, die nicht reproduzierbar sind.” Beim Durchstöbern der Literatur über Marcel Dengel sei sie auf ein interessantes Wort gestoßen: Anderswelt. Dies sei eine bewusst offene, poetisch unscharfe Welt. “Wie ich meine, hat Marcel ein wanderndes Paralleluniversum geschaffen. Die Figuren sind in einem Prozess entstanden, nicht geplant, sondern ‚geworden‘, als kämen sie aus einer anderen Logik und als hätte sich alles einfach zusammengefunden.”

MasiRatis gehörten nicht fix in diese Welt. Sie würden temporär in unsere Realität eingesetzt. Durch die Fotografie würden diese Momente beglaubigt und die einzelne Szene erhalte durch die fast prunkvollen Rahmen Würde und Gewichtigkeit. Kulturstadtrat Cenk Dogan sagt: “Jedes Bild ist an einem anderen Ort in der Welt entstanden und erzählt eine unglaubliche Geschichte, wie es zu dem Bild gekommen ist. Zusammengefasst ist die Ausstellung wie das Tagebuch eines Reisenden.” SCO









