Zwei Premieren bei Rankweiler Kellerfest

Sieben Stationen mit Speis, Trank und Musik zogen Besucher aus dem ganzen Land an.
Rankweil Über einen großen Andrang von Gästen, aber auch ein deutlich besseres Wetter als vorhergesagt, freuten sich fünf Rankweiler Wirte und zwei andere Gastgeber bei der jüngsten Ausgabe des Kellerfestes in der Marktgemeinde. “Es ist einmal mehr sensationell gewesen”, zog Michaela Herburger vom Gasthof “Mohren” Bilanz. In dessen Garten drängten sich Scharen von Besuchern und genossen neben dem Getränke- und Kulinarikangebot auch die Musik der in voller Besetzung spielenden “Soul Jackers”.

Zum ersten und hoffentlich nicht einzigen Mal dabei war das seit etlichen Jahren geschlossene Gasthaus “Engel”. Angelika Beck, die durch ihren guten Kontakt zu den Mitbesitzern Peter und Paul Winkler schon im Vorjahr das Fest des Rankweiler Jahrgangs 1965 ermöglicht hatte, war es zu verdanken, dass die “Walter Buaba” den Gastronomieteil des Hauses mit seinen 800 Jahre alten Grundmauern bewirtschaften durften. Ihr Bruder Walter Beck ist Präsident, ihr Sohn Lukas Vizepräsident des Eishockeyklubs, der im Vorjahr Vorarlberger Meister und heuer Vizemeister wurde.

Einen besonderen Charakter bekam die Veranstaltung im “Engel” gleich mehrfach: durch die Teilnahme der zwei Rankweiler Gastro-Urgesteine Marta Fulterer (langjährige “Kreuz”-Wirtin) und der lange im “Sternbräu” tätigen Margit Wetzel. Viele alte Stammgäste von ihnen freuten sich sehr über das Wiedersehen und nutzten die Gelegenheit zu einem Plausch mit den Damen. Für spezielle Unterhaltung sorgten Willi Ellensohn, der Gitarre spielte, und “Kling”, der Schallplattensammlung und -spieler im Gastrum zum Klingen brachte. Als Kulinarikhit servierte der Lustenauer Bäcker und Sponsor Peter “Pepe” Pregler seine berühmten Käsdönnala, die reißenden Absatz fanden.

“Manche wollten fast nicht mehr gehen, aus Angst, dass sie die Räumlichkeiten zum letzten Mal erleben könnten”, berichtete Angelika Beck. Für den Fall, dass das Haus bis zum nächsten Kellerfest nicht verkauft ist, hat ihr Paul Winkler versprochen, das Haus wieder zur Verfügung zu stellen.
Die zweite Premiere beim Rankweiler Kellerfest betraf das “Anna gnuss”. Dort tummelten sich Scharen von BesucherInnen sowohl vor dem Haus als auch im Keller, wo “untiled” als Vorarlberger Band mit eigenen Liedern und eigenem Stil aufspielte. Die Küche war geschlossen, dafür gab es draußen neben der Bar eine kleine Kochstation.

Vor dem “Rankweiler Hof” sorgte der von einem kleinen Team unterstützte Ulli Berthold mit seinem “Ring-Grill” für kulinarischen Nachschub, im Garten spielte die dreiköpfige Formation “wood rock” auf. Hoch her ging es auch in der “Braugaststätte Taube”, in deren Garten die Rankweiler RockPop-Coverband “SKY” aufspielte.
In dem von Gerhard Reicht und Freunden bewirtschafteten Rankweiler Weinberg spielte der Hobbywinzer und IT-Profi dieses Jahr nicht selbst auf, sondern hatte “Die Jungen Paldauer” engagiert. Neben Rebensäften aus den insgesamt 500 Stöcken der Sorten Riesling-Sylvaner und Blauer Burgunder gab es eine steirische Brettljause.

Den Weg zwischen den einzelnen Stationen legten viele BesucherInnen zu Fuß, viele aber auch mit den zwei Pferdekutschen von “Sägers Ranch” zurück. Fuhrmann Elmar Ludescher und Beifahrer Wilfried Kaufmann sowie Fuhrmann Gerhard Mätzler und Beifahrer Armin Ludescher lenkten die Kaltblüter Samira (17) und Hector (12) bzw. Joschi (13) und Silvan (9). “Gegen Ende ist der Andrang besonders groß, da wollen viele nochmals die Gelegenheit nutzen”, berichtete Elmar Ludescher.
































