Die Idee einer Erschließung des Sonnenkopfs

Erschließung des Sonnenkopfs: Ein langer Weg zur Skigebietsrealisierung.
klösterle Der Wunsch nach einem eigenen Skigebiet hatte im Klostertal seit Längerem bestanden. Neben dem Großen Walsertal war die Region um 1970 das einzige Vorarlberger Tal ohne Lifterschließung. Unklar war jedoch, wie ein solches Projekt finanziert werden konnte. Die Impulse für die Sonnenkopfbahn gingen seit 1968 von Karl Keßler aus Klösterle aus, der in diesem Projekt eine große Chance für die Entwicklung seiner Heimatgemeinde sah. In den folgenden Jahren warb er für seine Idee, wobei 1972 ein Proponentenkomitee gegründet werden konnte. Alle Projekte einer Seilbahnerschließung von Klösterle Richtung Burtschakopf erwiesen sich allerdings als nicht realisierbar. In den VN hieß es dazu am 20. Dezember 1975: Das erste Projekt sah die Talstation in Klösterle-Anger vor. Von diesem Gedanken ist man aber sehr rasch wieder abgekommen, weil Begehungen ein großes Manko zutage brachten: Für die geplante Bergstation dieser Direktverbindung vom Tal rechts zum Burtschakopf hinauf wäre zu wenig Platz gewesen. Man wählte dann Klösterle-Untersand als neue Talstation, und dieses Projekt schien zunächst auch zur Realisierung zu gelangen. Geplant waren eine Einseil-Umlaufbahn, im Skigebiet war vorerst ein Doppelschlepplift mit einer Förderkapazität von 2000 Personen pro Stunde vorgesehen. Die Gesamtkosten beliefen sich damals auf rund 46 Millionen Schilling. Um dieses Projekt endgültig sichern zu können, wollte man durch den Verkauf von Appartements — ein großes Appartementhaus hätte in Klösterle zu diesem Zweck gebaut werden sollen — die Restfinanzierung von 8 Millionen Schilling aufbringen.

In Dalaas war Anfang der 1970er-Jahre die Idee einer Verbindung Richtung Kristberg entstanden. Die Vorarlberger Landesregierung machte die Gemeinden auf die Sinnhaftigkeit eines Projekts für das gesamte Klostertal aufmerksam. Schließlich wurden ein neues Proponentenkomitee und eine Gesellschaft gegründet, an denen sich die drei Gemeinden Dalaas, Innerbraz und Klösterle sowie das Land Vorarlberg beteiligten. Für die Talstation wurde ein zentraler Standort bei Danöfen ins Auge gefasst. CTH