Trauriges Ende einer Institution

Abschluss des letzten Kinderschwimmkurses im leider geschlossenen Bad des LKH Rankweil.
Rankweil Ein starker Kontrast prägte die letzte Einheit des nach rund zwanzig Jahren “aller-allerletzten” Kinderschwimmkurses, den die Geschwister Angelika, Raimund und Walter Beck im aufgelassenen Schwimmbad des LKH Rankweil gaben. Eine riesige Vorfreude und Ausgelassenheit der Kinder ab fünf Jahren auf das Training und große Begeisterung im Wasser, Unverständnis und Wehmut bei den Erwachsenen.

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Das Bad mit seinem 1,20 Meter tiefen, etwa zehn mal achtzehn Meter großen Becken ist von zwei Seiten her lichtdurchflutet, weist an einer Wand schöne Motive auf und ist voll in Schuss. “Man müsste ja überhaupt nichts richten”, wundert sich der Vater eines Kindes. Raimund Beck berichtet vom Plan, das Bad in acht Jahren im Zuge von Umbauarbeiten abzureißen. Bis dahin hätte man es nutzen können, aber großes Bemühen von Beteiligten, unter anderem Volkshochschul-GF Stefan Fischnaller, und Gespräche mit LR Martina Rüscher hätten nicht geholfen. “Da gäbe es genügend andere Möglichkeiten zum Sparen im Landesbudget”, stellte die Mutter einer Kursteilnehmerin mit hörbarer Bitterkeit fest.

“Hat jemand einen Vorschlag, wo wir jetzt hin sollen?”, fragte Angelika Beck in die Runde, nachdem alle Kinder das Wasser verlassen hatten, um ihr obligates Geschenk – etwas Süßes und einen Wasserball – entgegenzunehmen. Das daraufhin genannte Freibad ist zwar nützlich, aber eben nicht im Winter. Eine Beschränkung des Betriebs wenigstens in den Wintermonaten wäre ein Vorschlag von Familie Beck und UnterstützerInnen gewesen, der wurde aber nicht angenommen. Dabei war das Bad “in der Valduna” nicht nur wichtig für die Ausbildung von durchschnittlich hundert Kindern der Rankweiler Volksschulen Markt und Montfort.

Auch Erwachsene aus der Region nutzten es, etwa für Physiotherapie oder Wassergymnastik. Nicht zuletzt im Hinblick auf die Patienten in der unlängst eröffneten Erwachsenenpsychiatrie und die im Entstehen begriffene Kinder- und Jugendpsychiatrie wäre das Bad laut der diplomierten Krankenschwester Beck wertvoll gewesen.

Der letzte Kinderschwimmkurs für Mädchen und Buben ab fünf Jahren dauerte wegen der Schließung nur vier anstatt sechs Wochen. Am Ende gab es dankbaren Applaus von den Eltern, Blumen und eine Kiste Limonade von dem durch Christine Reicht vertretenen Elternverein. AME













