Feuerwehr Bartholomäberg probt den Ernstfall

Die Ortsfeuerwehr und das Rote Kreuz gingen bei der Übung von vier Schwerverletzten aus.
Bartholomäberg Seit zehn Jahren fungiert Thomas Battlogg als Kommandant der Feuerwehr Bartholomäberg. “Wir machen 20 Übungen pro Jahr im Gemeindegebiet”, teilte der Kommandant im Gespräch mit. Zusätzliche Übungen führt die “Bärger Fürwehr” gemeinsam mit den Nachbarwehren durch, “die uns einladen”. Die “Bärger” Ortsfeuerwehr, eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, zählt 49 aktive Einsatzkräfte – 45 Männer und vier Frauen. Hinzu kommen drei passive Mitglieder. “Wir haben durchschnittlich ein bis zwei Einsätze pro Monat. Herausfordernd sind sicher solche Großereignisse, wie wir sie in der letzten Zeit gehabt haben mit Großbränden. Normalerweise überwiegen die technischen Einsätze mit circa zwei Dritteln, der Rest sind Brandeinsätze”, erklärte Thomas Battlogg.

Stolz stellte er fest: “Ich habe ein super Team, das hinter mir steht und aktiv mitarbeitet.” Unter diesen Bedingungen sei es “eine Freude, Kommandant zu sein”. Die kürzlich stattgefundene Evakuierungsübung im Haus St. Anna der Stiftung Liebenau, das vor sieben Jahren eröffnet wurde, habe er gemeinsam mit dem Übungsleiter der Rettung, Nico Montibeller, und Lukas Radebner (Verwalter des Hauses St. Anna) vorbereitet. “Die haben mich unterstützt in der Vorbereitung”, so der Kommandant. Eine große Feuerwehrübung habe es vor der Inbetriebnahme des neuen Gebäudes mal gegeben, als es sich somit noch im Bau befand. Die Übung wurde damals zusammen mit den Nachbarwehren durchgeführt. Deswegen habe man sich bei der jüngsten Übung auf den Schwerpunkt Evakuierung konzentriert.

Aktuell wohnen im Pflegeheim 33 Personen (wobei zwei Bewohner zum Zeitpunkt der Übung in Spitalsbehandlung waren). Weitere Leute sind im Betreuten Wohnen im obersten Stockwerk zu Hause. “Es gibt einen Alarmplan des Hauses St. Anna, wenn es zu einer Evakuierung kommt: Dann werden mittels Telefonkette sämtliche Mitarbeiter alarmiert”, sagte der Kommandant. Sie würden dann zum Haus St. Anna eilen, um dort die Evakuierung zu unterstützen. An der Übung nahmen zwischen 25 und 28 Feuerwehrmänner und -frauen, 12 Mitarbeitende des Roten Kreuzes sowie 31 Statistinnen und Statisten teil. Alarmiert wurde mit “F14”, “das ist rein die Brandmeldeanlage”, sagte Thomas Battlogg. Im Zuge der Erkundung habe der Einsatzleiter festgestellt, dass es einen Brand in einem Zimmer gegeben habe, worauf er die Alarmstufe entsprechend erhöht habe – so auch bei der Rettung. Im Ernstfall würde man die Alarmierung auf “F4” erhöhen, “das heißt, bei uns wären dann Innerberg, Schruns und die Drehleiter Montafon mit dabei”, informierte der Kommandant.

Dabei gewesen sind bei der Übung auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses St. Anna, der Vizebürgermeister der Gemeinde Bartholomäberg, Manfred Bitschnau, und Heimleiter Florian Seher. Bei der Übung befanden sich die Statistinnen und Statisten vor den Zimmern der Bewohner, bei vier von ihnen wurde eine schwere Verletzung angenommen. Zwei hatten Brandverletzungen – sie wurden dementsprechend geschminkt. Zwei erlitten eine Rauchgasvergiftung. Alle anderen erhielten ein Namensschild mit den Namen aller gegenwärtigen Bewohnerinnen und Bewohner des Pflegeheims. Alle Statistinnen und Statisten hätten “eine Rolle zugeteilt bekommen, damit sie wussten, wie sie sich zu verhalten haben – ganz an die aktuelle Lage angepasst”, berichtete der Kommandant. Bei Einsätzen würde immer die Rettung mit alarmiert werden, damit etwaige Verletzungen gleich versorgt werden können. SCO















