KI-Fitnessimpuls für SeniorInnen

Verein “ALTER-nativ” vermittelte in Batschuns viel Wichtiges über Künstliche Intelligenz.
Zwischenwasser “Wie bekomme ich die E-Card aufs Mobiltelefon oder wie die ID Austria?” Die spontanen Reaktionen ihrer zirka hundert ZuhörerInnen zeigten Edith Simöl von der “Servicestelle digitaleSenior:innen”, dass sie handfeste Problemstellungen aus dem Alltag angesprochen hatte. Auf Einladung des Vereins “ALTER-nativ” sprach die als Technikerin und Psychologin ausgebildete Referentin im Bildungshaus Batschuns über Grundzüge der immer präsenteren “Künstlichen Intelligenz”.

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Im Verlauf ihres Vortrags mit dem Titel “Künstliche Intelligenz (KI), Chancen und Möglichkeiten” stellte Simöl fest: “Es gibt nicht ‚die‘ Künstliche Intelligenz, sondern verschiedene Systeme.” Darunter solche, die medizinische Diagnosen oder Verkehrsflüsse optimieren, die Gender-Medizin voranbringen oder Menschen bei beginnender Demenz unterstützen. Aus einem Manuskript lässt sich ein Podcast machen, bei dem etwa zwei Menschen das behandelte Thema erörtern und so wirkungsvoll vermitteln.
KI ist weiters hilfreich beim Lernen von Instrumenten und Sprachen, kann auch Begriffe oder Themen in unterschiedlichen Bildungsniveaus erklären oder gestellte Aufgaben mehr oder weniger gut erledigen. Nachdem die noch nie in Batschuns gewesene Referentin geklärt hatte, dass es die Gemeinde Zwischenwasser wirklich gibt und die KI nicht “halluziniert”, gab sie ihr die Aufgabe, ein Gedicht mit drei Strophen über das dortige Bildungshaus zu schreiben. Zu dem ohne Stilvorgabe innert Sekunden erstellten, recht schwülstigen Text ließ sich im Handumdrehen eine Melodie bestellen, am Ende hörten die Seminarteilnehmerinnen ein von einer männlichen KI-Stimme gesungenes, sogar tanzbares Lied.
“Wir wissen alle nicht alles”, beruhigte die Vortragende ihr Publikum und berichtete, dass die immer wieder behauptete “Leichtigkeit” digitaler Angebote eine Chimäre sei. Wenn Probleme auftreten, sind Bedienungsfehler nur zu einem kleinen Teil die Ursache dafür. KI kann bei verschiedensten Problemen als Hilfe zum Finden des Fehlers genutzt werden, ist aber mit Vorsicht zu genießen. Weil sie ihre NutzerInnen zufriedenstellen will, erfindet sie lieber irgendetwas, anstatt zuzugeben, es nicht zu wissen.

Weil Künstliche Intelligenz auf alle möglichen und unmöglichen Quellen zurückgreift und immer mit Wahrscheinlichkeiten arbeitet, sind ihre ohne Emotionen erstellten Ergebnisse mit Vorsicht zu genießen. Wenn man eine Information als falsch erkennt, kann man es dem jeweiligen Programm auch sagen und eine andere Antwort bekommen. Wichtig für die NutzerInnen ist laut Simöl bei der Fragestellung (“Prompt”) der Grundsatz: “So kurz wie möglich und so lang wie nötig”
Neben Chancen und Möglichkeiten wie denen, dem System Rollen wie der eines Bibliothekars (Bücherempfehlung) oder Innenarchitekten (Umgestaltung eines vorher fotografierten Raums in einem gewünschten Stil) geben zu können, gibt es auch Gefahren. Edith Simöl plädierte für “eine selbstbestimmte und kritische Teilhabe an der digitalen Zukunft”. Hilfreich sind dabei die fünf bei “digitale Senior:innen” übers Internet und in gedruckter Form erhältlichen Broschüren. AME















































