Titeltraum geplatzt: Rankweil verliert Finale erst im Achtmeterschießen

Heimat / 03.06.2026 • 09:23 Uhr
Vizelandesmeister im Fußball: SMS Rankweil-West.
Vizelandesmeister im Fußball: SMS Rankweil-West.Thomas Knobel

Zweimal geführt, alles gegeben und dennoch knapp am Titel gescheitert.

Rankweil Die Enttäuschung war den Spielern, Trainern und Fans der SMS Rankweil-West unmittelbar nach dem Schlusspfiff anzusehen. Nach einer aufopferungsvollen Leistung über 70 Minuten und einem dramatischen Achtmeterschießen verpassten die Oberländer den erhofften vierten Landesmeistertitel in der Sparkasse Fußball-Schülerliga. Im Finale in Nenzing unterlag Rankweil dem PG Mehrerau mit 3:5 nach Achtmeterschießen. Nach regulärer Spielzeit hatte es vor rund 1000 Zuschauerinnen und Zuschauern 2:2 gestanden.

Rankweils Spieler wurden oft gefoult.
Rankweils Spieler wurden oft gefoult.

Für Rankweil war es bereits die zehnte Finalteilnahme in der Geschichte des Bewerbs. Gleichzeitig bedeutete die Niederlage die mittlerweile siebte Endspielpleite. Entsprechend groß war die Enttäuschung bei Trainer Adrian Pfurtscheller und seinem Trainerkollegen Markus Lins, die ihre Mannschaft über die gesamte Saison hinweg hervorragend betreut hatten.

Dabei begann das Finale vielversprechend für die Rankler. Bereits nach zwei Minuten bot sich Eliah Bischof die große Möglichkeit zur frühen Führung. Wenig später sollte diese auch gelingen. Fabio Türtscher, Sohn des ehemaligen Altach-Spielers Marco Türtscher, brachte seine Mannschaft in der 19. Minute mit 1:0 in Führung. Die Antwort der Mehrerauer ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Moritz Oberwaditzer stellte nur drei Minuten später auf 1:1.

Taktische Besprechung für die Rankler.
Taktische Besprechung für die Rankler.

Rankweil zeigte sich davon unbeeindruckt und blieb gefährlich. Erneut war es Fabio Türtscher, der seine Farben in der 28. Minute mit seinem zweiten Treffer des Tages in Front schoss. Doch auch diesmal gelang dem Gegner die passende Antwort. Leo Blasch erzielte den 2:2-Ausgleich und sorgte damit für einen offenen Schlagabtausch bis zum Ende der regulären Spielzeit.

Trainer Markus Lins war enttäuscht.
Trainer Markus Lins war enttäuscht.

Die Mannschaft aus Rankweil überzeugte vor allem durch ihren enormen Einsatzwillen und ihren starken Zusammenhalt. In der Defensive kämpften Bischof, Mattle, Cetinkaya, Civelek, Honeck und Nachbauer um jeden Ball. Im Mittelfeld sorgten Fritsch, Eliah Bischof, Morscher und Pancsics immer wieder für Akzente nach vorne, während Fabio Türtscher als Doppel-Torschütze glänzte. Auch Luka Sinik, der im Finale mit einem Schuss an die Latte großes Pech hatte, sowie Malojer brachten sich mit vollem Einsatz in die Partie ein.

Silbermedaille als Lohn für Rankweil.
Silbermedaille als Lohn für Rankweil.

Als nach der regulären Spielzeit noch immer kein Sieger feststand, musste das Achtmeterschießen entscheiden. Dort zeigte Mehrerau die etwas besseren Nerven und verwandelte seine Versuche konsequent. Rankweil kämpfte bis zum letzten Schuss, musste sich am Ende aber geschlagen geben.

Siegerehrung für Rankweil.
Siegerehrung für Rankweil.

Trotz der bitteren Niederlage können die Spieler der SMS Rankweil-West stolz auf ihre Leistung sein. Sie lieferten dem Favoriten einen großen Kampf, führten zweimal und standen dem Titelgewinn lange Zeit sehr nahe. Der Traum vom vierten Landesmeistertitel platzte zwar knapp, doch die gezeigte Leistung bewies einmal mehr, warum Rankweil seit Jahren zu den stärksten Schulfußballstandorten Vorarlbergs zählt. Der Lohn war der Vizetitel. VN-TK

Vor dem Anpfiff.
Vor dem Anpfiff.
Jeder erhielt ein Edelmetall.
Jeder erhielt ein Edelmetall.
Prominenz gab Rankweil die Geschenke.
Prominenz gab Rankweil die Geschenke.
Er hatte mit einem Pfostenschuss Pech.
Er hatte mit einem Pfostenschuss Pech.
Markus Lins gab Anweisungen.
Markus Lins gab Anweisungen.
Doppelpack von Fabio Türtscher.
Doppelpack von Fabio Türtscher.
Jubel, als Rankweil zweimal führte.
Jubel, als Rankweil zweimal führte.
Hitzeschlacht in Nenzing.
Hitzeschlacht in Nenzing.
Starke Leistung blieb unbelohnt.
Starke Leistung blieb unbelohnt.