Blick in die Zukunft der Pfarrkirche

“Freitag um 5” gab Einblick in den Stand der Renovierung der Pfarrkirche Altenstadt.
Feldkirch Im Rahmen von “Freitag um 5” lud die Pfarrkirche Heiliger Pankratius und Zeno in Altenstadt zur Baustellenführung ein. Baumeister Thomas Marte gewährte dabei spannende Einblicke in den aktuellen Stand der Renovierungsarbeiten und in die Zukunft des 3,7-Millionen-Euro-Projekts, das Ende 2026 abgeschlossen werden soll.

Zukunftsfähig und im Plan
Statt einer bloßen Sanierung soll mit den Architekten Cukrowicz Nachbaur Metzler ein “zukunftsfähiges Gotteshaus” entstehen, und dabei sollen neben den baulichen auch liturgische Mängel behoben werden. Der Altar rückt näher ans Kirchenschiff heran.

Neben einer neuen Akustikanlage fürs bessere Verständnis im gesamten Kirchenraum entstehen auch eine neue Hackschnitzelheizung sowie Wasser- und Elektroinstallationen. Leuchten werden von oben beginnend mit den Deckenlampen als LED-Pendelleuchten montiert. Unter der Empore entsteht ein Andachtsort mit Schwarzer Madonna, der im Gegensatz zur weiten Kirche persönliche Gebetsatmosphäre bieten soll.


Die Bauarbeiten in der Pfarrkirche Altenstadt sind in vollem Gang. In der gesamten Kirche wurde die Dispersionsfarbe abgeschliffen, neugestrichen wird mit nachhaltiger Farbe. Die Rundbogenfenster mit Motiven aus dem Alten und Neuen Testament wurden aufwendig aufgefrischt und gereinigt, und Risse in den Kirchenfenstern verklebt. Dreißig alte Kirchenbänke werden bei der Massivholztischlerei Matt in Laterns neu hergerichtet, abgeschliffen und original erhalten. Auch die Haptik und Struktur sollen erhalten bleiben.
Einer der beeindruckendsten Einblicke in die Kirchenrenovierung blieb den Teilnehmern des Rundgangs allerdings verwehrt, nämlich wie die Kuppel im Chorraum von den Zimmerleuten aufgebaut wurde, doch zum Glück hatte der Baumeister Abbildungen dabei. Die neue Kuppel wird auch eine Lichtlinse enthalten, durch die das Tageslicht zielstrebig von oben in den Chorraum geleitet wird.

Bis zum geplanten Abschluss der Bauarbeiten Ende 2026 und zur Wiedereröffnung, zu der Pfarrer Ronald Stefani gern schon an Heiligabend einladen würde, gibt es dennoch noch viel zu tun. Ein neues, von Manfred Alois Mayr gestaltetes Fenster wird zentral im Chorraum eingefügt. Ein neues Taufbecken aus Trentiner Marmor soll an der Kreuzung von Längs- und Querachse der Kirche entstehen. Ein aus Messing erzeugtes Geländer am Aufgang zur Empore erhöht die Trittsicherheit und vermindert dabei die Sturzgefahr. Der neue Fußboden der Empore wird als nachhaltiger, robuster Sisalteppich ausgeführt. Der Kirchenraum erhält noch einen harmonisch abgestimmten, hellen Eichenholzboden, der eine angenehme Aufenthaltsatmosphäre und eine tolle Akustik ermöglichen soll.
Über Spendenaufrufe, eine Baustein-Aktion mit einem Baustein zu 20 Euro und dem Angebot von Patenschaften für Einbaugegenstände der Pfarrkirche vom Kerzenständer bis zum Kirchenfenster sollen 400.000 Euro an Spenden gesammelt werden. Ende Juli soll das Gerüst abgebaut werden und am 30. Juli der vierte Baustellen-Gottesdienst gehalten werden. Nach Schlussreinigung soll die Eröffnung im Dezember stattfinden. Über den weiteren Verlauf des Bauprojekts wird laufend auf www.pfarre-altenstadt.at berichtet.
Interessierte Teilnehmer
Zu den Teilnehmern der “Freitag um 5”-Führung durch die Baustelle der Pfarrkirche Altenstadt zählten Stadtmarketing Feldkirch Geschäftsführer Lukas Debortoli, Alexandra Frick, Pfarrkirchenrat Harald Ess und Klaus Martin. HE








