Große Skulpturen im kleinen Partenen

Der Gaschurner Ortsteil präsentiert sich als Freiluftgalerie mit Werken von Marcel Dengel.
Gaschurn Unter den Klängen der Bürgermusik Gaschurn-Partenen, diesmal unter der musikalischen Leitung von Johanna Fitsch, wurde neulich die Skulpturenlandschaft in Partenen eröffnet. Zur Verfügung gestellt hatte die Skulpturen der Künstler Marcel Dengel aus Nüziders. Die Freiluftgalerie geht zurück auf eine Initiative von Walburga Schneeweiss sowie Heinz und Manuela Kogoj, denen Bürgermeister Daniel Sandrell, Montafon-Tourismus-Geschäftsführer Manuel Bitschnau und Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Zudrell sowie Bundesrat Christoph Thoma anlässlich der Vernissage die Ehre erwiesen.

Walburga Schneeweiss sagte in ihren Grußworten: “Der Heinz und ich sind in Partenen auf die Welt gekommen und aufgewachsen. Unser Lebensmittelpunkt ist Partenen. Manuela ist als junge Frau nach Partenen gekommen.” Sie habe sich gefragt, wo sie da gelandet sei, habe aber den Heinz kennen und lieben gelernt und sei geblieben. “Partenen ist ein unglaublich schönes Dorf. Wir haben alles”, betonte Walburga Schneeweiss: Man habe zwei Bergbahnen, den Kräuterweg “Probier Amol”, ein geheiztes Schwimmbad, Beachparty, fünf Gasthäuser, einen “energie.raum” (Informationszentrum der Vorarlberger Illwerke), das Atelier von Walburga Schneeweiss’ Mann Dieter Schneeweiss sowie die Montafoner Schnitzstube von Martin und Maria Pfefferkorn.

“Darum haben wir gesagt, o. k., wir haben es schon schön, aber wir haben trotzdem noch schöne Plätze, die noch nicht genutzt worden sind. Da haben wir gesagt, wir machen einen Skulpturenweg. Dann sind wir auf den Marcel gekommen. Er hat sich das angesehen und entschieden: Jawohl, das mache ich jetzt”, so Walburga Schneeweiss.

Danach ergriff Marcel das Wort: “Eigentlich hat es schon mit Partenen angefangen. Eine meiner ersten Touren hat durch Partenen geführt. Von dort habe ich mit einem VW Käfer samt Anhänger und zwei darauf stehenden Figuren dank Illwerke die Silvretta Hochalpenstraße hinauffahren dürfen – und sogar noch über die Staumauer.” Auf den MasiRati-Beginn in Partenen seien viele Reisen gefolgt: “Paris, London, Lissabon, Rom, Sydney, Marokko. Und jetzt eben wieder Partenen. Da ist es einfach wunderbar.”

Mit seinen Figuren reise er seit 13 Jahren durch die Welt. “Die Fotos, die ihr immer wieder zu sehen bekommt, sind echt. Auf Kalendern oder anderen Bildträgern. Die Figuren sind tatsächlich dort gestanden, wo man sie sieht. Mich fragt man immer, wie machst du das und brauchst du da Genehmigungen und so weiter. Ich versuche immer, den einfachen Weg zu gehen und die Bürokratie zu schonen, weil die Bürokratie ist eh schon überlastet, und stelle die Skulpturen einfach auf. Das gibt nachher sehr oft einen Überraschungseffekt und macht das Ganze viel spannender und lustiger”, erzählte Marcel Dengel. Manchmal aber auch nicht: Oft an der Grenze, z. B. Marokko oder Australien, sei es nicht so lustig gewesen – da habe es arge Probleme an der Grenze gegeben. Aber diese hätten sich beseitigen lassen.
Manuel Bitschnau sagte: “Marcel und ich, wir kennen uns schon länger. Bei mir hängt ein Foto im Büro MasiRatis im Gauertal. Sie kennen also das Montafon gut, sind in die ganze Welt hinausgegangen und jetzt wieder ins Montafon zurückgekehrt, wie es sich gehört.
Bgm. Daniel Sandrell betonte: “Partenen ist das Kunstdorf im Montafon. Wir unterstützen überall gerne, aber es braucht einfach Leute, die selbst etwas tun. Auch talauswärts, da schauen immer alle ins Partenen herein; hier ist das Dorfleben, der Zusammenhalt schon sehr stark ausgeprägt.” SCO





