Traumstart in Wälder Tourismus-Sommer

Im ersten Saisondrittel gab es einen Zuwachs an Nächtigungen von fast sechs Prozent.
Egg Nach einer der besten Wintersaisonen aller Zeiten mit über einer Million Nächtigungen konnten die 22 Wälder Gemeinden im ersten Drittel der Sommersaison dort fortsetzen, wo der Winter geendet hatte: mit einer erfreulichen Steigerung der Nächtigungszahlen.
Übliche “Feiertags-Verschiebung”
“Seit einigen Jahren sind wir dazu übergegangen”, so Geschäftsführerin Cornelia Kriegner, “die Monate Mai und Juni nicht mehr einzeln, sondern zusammen auszuwerten.” Dies deshalb, weil die Feiertage, die bei einem frühen Ostertermin in den Mai fallen, bei einem späten aber in den Juni die Nächtigungsstatistik nachhaltig beeinflussen und schwer vergleichbar machen.

“Wenn wir die Monate Mai und Juni zusammenfassen, dann spielen die Feiertage keine Rolle mehr”, so die Geschäftsführerin beim Bregenzerwald Tourismus.
Bestes Ergebnis der Geschichte
Wenn Mai/Juni zusammengefasst werden, ist auch ein seriöser Vergleich möglich – und dieser zeigt, dass gegenüber Mai/Juni ein Plus von mehr als 11.500 Nächtigungen zu Buche steht, das ist eine Zunahme der Übernachtungen von 5,6 Prozent.
218.892 Nächtigungen sind überhaupt das beste Ergebnis, seit Aufzeichnungen geführt werden.
Sonderfall Au
Dieser erfreuliche Zuwachs geht fast zur Gänze auf das Konto der Gemeinde Au: Dort hatten im Vorjahr bekanntlich gleich drei große Hotels (Adler, Post und Krone) Ende der Winter-/Anfang der Sommersaison wegen umfassender Modernisierung geschlossen. Heuer waren diese Häuser wieder in Betrieb – mit dem Ergebnis, dass Au gegenüber 2025 ein Plus von 11.000 Übernachtungen (49,1 Prozent) verzeichnen konnte.

In den anderen 21 Gemeinden war die Entwicklung unterschiedlich – in 13 Orten gab es Zuwächse, in den anderen acht Einbußen. Die größten in Damüls, wo heuer gegenüber dem Vorjahr rund 2100 Nächtigungen fehlten. Fast 2000 waren es in Reuthe, ebenfalls vierstellig (1100) der Rückgang in Mellau.
Zu den Gewinnern zählten neben Au vor allem Schwarzenberg (plus 1400) und Alberschwende (plus 1200) sowie Hittisau (plus 900).
”Bewegung” auf Nesslegg
Nicht nur die Nächtigungszahlen entwickeln sich positiv, auch das Bettenangebot wächst stetig. 2018/19 wurde die Marke von 16.000 Betten übersprungen, 2022/23 waren mehr als 17.000 Betten erreicht, und heute weist die Statistik bereits 18.236 Betten aus – Tendenz steigend, denn nach jahrelangem Stillstand wird auf Nesslegg am größten Projekt der Region wieder weitergebaut, im Stammhaus (ehemaliges Hotel Widderstein) wurden die Arbeiten wieder aufgenommen, der neue Investor des Projekts will auch den Hotelrohbau möglichst bald fertigstellen. Ursprünglich war die Gesamteröffnung des bei Baubeginn 2018 auf knapp 60 Mill. Euro veranschlagten Projekts Ende 2021 avisiert. Jetzt soll The Heimat bis 2028 fertiggestellt werden.
Im Heimboden nichts Neues

Anders als auf Nesslegg, wo wieder gearbeitet wird, ist es um das Vorhaben der Mohnenfluh-Heimboden Hotel GesmbH ruhig. Für die Nachnutzung des ehemaligen Areals des Hotels Mohnenfluh wurde im Herbst 2025 ein Projekt präsentiert, zu dem Schröckens Gemeindevertretung verschiedene Änderungswünsche deponierte. Diese würden jetzt “eingearbeitet und neu kalkuliert”, so Geschäftsführerin Marie-Luise Dietrich, die ergänzt, dass dieser Prozess noch nicht abgeschlossen ist.
In Warth hat das Hotel Steffisalpe den Besitzer gewechselt und wird derzeit “überarbeitet” mit dem Ziel Ganzjahresbetrieb. Mit Start der Wintersaison soll das Hotel direkt neben der Talstation der Steffisalp-Bahn wieder eröffnen. STP
