Wald ist wieder “Nächtigungs-Millionär”

Von November bis April buchten 256.667 Gäste in der Talschaft 1.016.566 Übernachtungen.
Egg Happy End nach einer alles andere als einfachen Wintersaison mit Schneemangel und kaum Betriebstagen in tiefer gelegenen Skigebieten: Die 22 Gemeinden des Bregenzerwaldes haben mit 1.016.566 Übernachtungen die Millionengrenze übertroffen und damit eines der besten Ergebnisse aller Zeiten erzielt. Bei den Gästeankünften war es, so Geschäftsführerin Conny Kriegner, sogar der allerbeste Winter, wählten doch erstmals mehr als eine Viertelmillion – exakt 256.667 – den Wald als ihr Urlaubsziel. Das entspricht einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von exakt 3,96 Tagen. Zum Vergleich: Im Winter 2024/25 waren 245.566 Urlauber in der Region, die 996.778 Nächtigungen bei einer minimal längeren durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 4,06 Tagen buchten.

Trotz kürzerer Saison
Das erfreuliche Ergebnis ist umso bemerkenswerter, da heuer die Saison 15 Tage kürzer war (Ostern schon am 5. statt am 20. April 2025) als im Winter 2024/25. Deshalb war es eine positive Überraschung, dass der April 2026 mit 78.145 Nächtigungen das Ergebnis aus dem Vorjahr um mehr als 7000 Übernachtungen – fast zehn Prozent – übertroffen hat.

Au als “Sonderfall”
Geschuldet ist die erfreuliche Zunahme gegenüber 2024/25 in erster Linie dem Ergebnis der Gemeinde Au. Dort hatten bekanntlich im Winter 2024/25 drei Tophotels schon frühzeitig den Betrieb eingestellt, um millionenschwere Modernisierungen in Angriff zu nehmen. So war es nicht verwunderlich, dass die Gemeinde im Hinterwald das April-Ergebnis von 2025 heuer fast verdoppeln konnte (plus 3890 Nächtigungen/93,3 Prozent). Auch insgesamt verzeichnete Au eine Zunahme von mehr als 10.000 Übernachtungen/9,8 Prozent gegenüber 2024/25.

Zu den Gewinnern zählte im April auch Damüls (plus 1300/15,1 Prozent), Schoppernau (plus 900/25,3 Prozent) und Hittisau (plus 700/20,8 Prozent). Über die gesamte Saison gesehen waren auch Mellau (plus 4700/4,4 Prozent) und Schröcken (plus 3200/3,7 Prozent) bei den Gewinnern. Diese drei Gemeinden verzeichneten insgesamt ein Nächtigungsplus von mehr als 18.000 Übernachtungen, insgesamt betrug das Plus 19.788 Übernachtungen.
Knapp 56 Vollbelegstage
Bei knapp 18.000 Gästebetten ergaben die 1,017 Millionen Nächtigungen eine Auslastung von knapp 57 Vollbelegstagen, das sind 31,3 Prozent. Bei der Auslastung gibt es regional riesige Unterschiede. Reuthe liegt in diesem Ranking mit mehr als 112 Vollbelegstagen (62 Prozent) klar an der Spitze. Warth (85,2 Vollbelegstage/47,1 Prozent), Schröcken (80,1/44,3 Prozent) und Damüls (77/42,5 Prozent) folgen mit Respektabstand.
Obwohl der April das Nächtigungsergebnis von 2025 deutlich übertraf, waren im letzten Monat der Saison die Vollbelegstage bescheiden. Manche Betriebe hatten die Saison schon Ende März beendet, viele folgten nach Ostern (5./6. April). So war es nicht verwunderlich, dass nur Reuthe mit 17 Vollbelegstagen/56,5 Prozent ein zweistelliges Ergebnis erreichte. Bei Reuthe ist jedoch zu berücksichtigen, dass dieses Hotel nicht primär auf Wintertourismus ausgerichtet ist. Sulzberg (6,3), Bizau (6,1) und Hittisau (5,8) hätte man in diesem Ranking nicht unbedingt auf vorderen Plätzen erwartet. Auch, dass die hochalpinen Orte, wo die Lifte die Saison erst am 12. April beendeten, nicht mithalten konnten, kam überraschend. Brachten es Schröcken mit 5,8 und Warth mit 5,4 Vollbelegstagen noch auf die Plätze vier und fünf, so landeten Mellau mit 4,1, Damüls mit 3,8 oder Schoppernau mit gar nur 2,7 Vollbelegstagen weit abgeschlagen. STP
