Pokal-Sensation! Meister wirft Landesligisten im Elferkrimi raus

Ein Underdog sorgt in der 2. Cuprunde für die große Überraschung.
Bludenz Was für ein Pokal-Nachmittag in Bludenz! Der FC Fohrenburger Rätia Bludenz hat am zweiten Spieltag des 51. Uniqa VFV Cups für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Der Meister der 3. Landesklasse warf in der Sparkasse Arena Unterstein die zwei Spielklassen höher angesiedelte SPG Sulzberg/Doren aus dem Bewerb. Nach 90 intensiven Minuten stand es 1:1, im anschließenden Elfmeterschießen behielten die Hausherren mit 5:4 die Nerven.
Vor 150 begeisterten Zuschauerinnen und Zuschauern erwischte Rätia den besseren Start. Bereits in der 13. Minute brachte Hasan Naso die Bludenzer mit 1:0 in Führung und gab dem Außenseiter damit früh zusätzlichen Rückenwind. Das Team von Meistermacher Jasmin Music verteidigte den knappen Vorsprung bis zur Pause und machte dem Landesligisten aus dem Bregenzerwald das Leben schwer.
Sulzberg/Doren kam allerdings mit Schwung aus der Kabine. Nur vier Minuten nach Wiederbeginn gelang Samuel Baldauf in der 49. Minute der Ausgleich zum 1:1. Die Partie war damit wieder völlig offen. In der 58. Minute musste Sulzberg/Doren einen weiteren Rückschlag verkraften: Trainer Klaus Unterkircher sah wegen wiederholter Kritik die Gelb-Rote Karte.
Auf dem Rasen fiel trotz aller Bemühungen keine Entscheidung mehr. Nach dem 1:1 in der regulären Spielzeit musste der Sieger vom Elfmeterpunkt ermittelt werden – und dort entwickelte sich ein echter Pokalkrimi.
Insgesamt zwölf Strafstöße waren notwendig, ehe die Bludenzer Sensation feststand. Für Rätia verwandelten Hodzic, Toth, Pop, Ciwan Naso und Ahmadi ihre Versuche. Fünf der sechs Bludenzer Schützen brachten den Ball im Tor unter.
Bei Sulzberg/Doren trafen Elias Baldauf, Sebastian Baldauf, Fechtig und Adrian Martinovic. Zwei Spieler des Landesligisten scheiterten hingegen und brachten ihren Strafstoß nicht im Tor von Rätia-Keeper Matthias Haselwanter unter. Damit war die Überraschung perfekt: Rätia Bludenz, Cupsieger von 1977, steht damit in der 3. Cuprunde.
Für die Bludenzer ist es nach dem Meistertitel nun der nächste sportliche Höhepunkt. Gegen den auf dem Papier klar favorisierten Klub aus dem Bregenzerwald bewies die Mannschaft, dass im Cup Klassenunterschiede manchmal wenig zählen. Vor allem dann, wenn ein Außenseiter an seine Chance glaubt – und vom Punkt die besseren Nerven hat. VN-TK