Kammermusikerlebnis auf St. Corneli

Zum zehnten Mal gastierten Dozenten und Studierende der “Feldkircher Masterclasses” in Tosters.
Feldkirch “Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann, und worüber zu schweigen unmöglich ist”. Diesen Grundsatz stellte Mathias Johansen an den Beginn seiner Ausführungen zum zehnten Konzert von Dozenten und Studierenden der “Feldkircher Masterclasses” in der Tostner Kirche “St. Corneli”. Eine Woche lang hätten Teilnehmer aus aller Welt “Musik zelebriert, in Einzelunterricht, in verschiedenen Workshops und in Kammermusikensembles”. Die meisten der Bewerber:innen für die Masterclasses, die vorab ein Video einschicken mussten, seien in das Projekt aufgenommen worden, erklärte Johansen der “VN Heimat” nach dem Konzert.

Als Erstes spielten Elenoir Javanmardi, Rok Zatel Cernos (beide Violine), Leopold Schwinghammer (Viola) und Maria Dolores Guy Fernandez (Cello) Caroline Shaws “Plan & Elevation” (2015). Danach brachten Dozentin Byoi Kang und Zala Eva Kocijancic (beide Violine), Sara Quadrado Pérez (Viola) und Dozent Mathias Johansen (Cello) Maurice Ravels Streichquartett F-Dur op. 35 zu Gehör. Schließlich interpretierten alle acht Musiker:innen das Oktett für Streicher Es-Dur von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Johansen hatte vor dem Konzert darauf hingewiesen, dass alle Stücke zwischen 21 und 23 Uhr erarbeitet wurden. Zwischen 9 und 23 Uhr sei der Tag mit Kurselementen ausgefüllt gewesen. “Wir haben versucht, diesem Geheimnis, das die Musik ausmacht, näher zu kommen. Es war eher eine Suche als ein Dozieren”, stellte er fest. Dass es einfach darum gegangen sei, wie man Kammermusik besser machen könne, freue ihn sehr. Dadurch sei es eine sehr bereichernde Woche für die Dozenten und die vierzig Studierenden, die meisten von ihnen Berufsstudenten, geworden.

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Nach dem Konzert gab es zum einen die Möglichkeit, sich mit Getränken auf dem Vorplatz von Kirche und Mesnerhaus zu stärken. Zum anderen gab Historiker Rainer Bayer für einige Interessierte eine Führung durch die Kirche und deren Außenbereiche. “Wo ist die tausendjährige Eibe?”, hatte schon vor Beginn der Veranstaltung ein offensichtlich aus Deutschland angereister Herr den früheren Tostner Ortsvorsteher Walter Fontana gefragt. AME








