Valentin Thöny – ein Priesterleben

Heimat / 16.09.2026 • 11:01 Uhr
Christof Thöny (ein entfernter Verwandter von Pfarrer Valentin Thöny) erzählte aus dem Leben des Valentin Thöny.
Christof Thöny (ein entfernter Verwandter von Pfarrer Valentin Thöny) erzählte aus dem Leben des Valentin Thöny. Doris Burtscher

Vortrag, Erzählcafé und Präsentation der Schriftenreihe “Barock im Klostertal” im Museum.

Innerbraz Das Tenn im Klostertal Museum wurde vor Kurzem zu einem Erzählcafé über den aus dem Hause stammenden Valentin Thöny. Valentin Thöny würde im Herbst seinen 100. Geburtstag feiern. Ihm zu Ehren erhielt er in der derzeitigen Ausstellung “Kirchen, Priester, Ordensleute” einen besonderen Platz. Obmann Christof Thöny konnte neben Museumsbesuchern aus dem Tal auch einige Mitglieder des Seniorenvereins Thüringen begrüßen. In Thüringen war Valentin Thöny einige Zeit als Priester tätig. Christof Thöny erzählte über Gemeinsamkeiten mit Pfarrer Valentin Thöny.

Die Besucher informierten sich über den Thöny-Hof.
Die Besucher informierten sich über den Thönyhof. Doris Burtscher

Ein Spätberufener

Valentin Thöny interessierte sich auch für die Geschichte, insbesondere für seine Familiengeschichte. In jungen Jahren erstellte er gemeinsam mit seinem Bruder Andreas Thöny einen Familienstammbaum. Pfarrer Valentin Thöny war ein Spätberufener. Seine Kindheit und Jugend waren von tragischen Ereignissen geprägt. Er verlor in jungen Jahren seine Eltern und seinen Bruder Andreas. Als er aus der Gefangenschaft zurückkehrte, übernahm er die Landwirtschaft und führte das väterliche Erbe bis 1959 weiter. Priester zu werden war aber schon lange sein Wunsch, und so wechselte er im Jahr 1959 nach Innsbruck, um die Matura zu machen und mit dem Priesterseminar zu beginnen. Die Priesterweihe erfolgte dann 1969 in Rankweil. Seine Lebensstationen als Priester waren sechs Jahre als Kaplan in Lingenau und 20 Jahre als Pfarrer in Thüringen.

Gemütlicher Austausch beim Erzählcafe im Tenn des Klostertal Museum.
Gemütlicher Austausch beim Erzählcafé im Tenn des Klostertal Museums. Doris Burtscher

Bleibendes Erbe

Schon längere Zeit machte ihm seine Gesundheit zu schaffen, im Jahr 1995 trat er den Ruhestand am Petersbühel in Rankweil an. Viele Jahre wurde er von seiner Köchin Maria Schedler begleitet, die ihn mit bestem Essen versorgte. “Es ist Pfarrer Valentin Thöny zu verdanken, dass der Thönyhof das heutige Klostertal Museum ist. Es ist ein guter Ort zur Spurensuche und ein Ort von sehr großem Wert”, so Christof Thöny. Während seines Wirkens feierte Valentin Thöny mit dem damaligen Waldner Pfarrer Anton Kegele einen Gottesdienst im Tenn. Pfarrer Valentin Thöny hat sehr viele Menschen auf ihren Lebenswegen begleitet und geprägt. Sein bleibendes Erbe ist das Klostertal Museum, dem Museumsverein hat er seinen gesamten Nachlass an Fotos, Dokumenten usw. überlassen. Im anschließenden Erzählcafé wurden einige Gegebenheiten erzählt. Markus Thöny berichtete von seinem Göti Valentin Thöny, den er als guten Göti und einfachen Menschen in Erinnerung hat.

Vortrag und Erzählcafe zum 100. Geburtstag von Pfarrer Valentin Thöny.
Vortrag und Erzählcafé zum 100. Geburtstag von Pfarrer Valentin Thöny. Doris Burtscher

Weitere Veranstaltungen

Beim gemütlichen Austausch erzählten auch die Thüringer Besucher von lustigen Begebenheiten und dass er ein beliebter Pfarrer war. Obmann Christof Thöny präsentierte im Anschluss die neue Schriftenreihe “Barock im Klostertal” und erklärte kurz den Inhalt. Die nächsten Veranstaltungen des Museumsvereins Klostertal sind eine Exkursion der vier Barockkirchen am Freitag, 18. September, eine Spurensuche in Hochkrumbach und Warth am Freitag, 2. Oktober, wo Klostertaler Priester gewirkt haben, und die Lange Nacht der Museen am Samstag, 3. Oktober. DOB

Das Erzählcafe handelte vom Pfarrer Valentin Thöny.
Das Erzählcafé handelte vom Pfarrer Valentin Thöny. Doris Burtscher