Künstliche Intelligenz (KI): Nützlich oder gefährlich?

ahead x Götzis – KI erleben & Zukunft gab Antworten und begeisterte mit ihrer Show.
götzis Künstliche Intelligenz (KI) ist allgegenwärtig, aber oft fehlt der Durchblick. Vor allem Ältere können Opfer von Betrügern werden. Zeit, zu hinterfragen, was man wissen sollte. Gut, wenn es Experten gibt. Mit dem Anspruch, zielgerichtete Antworten zu geben, waren die Veranstalter am 1. Oktober in Götzis angetreten.

Geboten wurde eine lebendige Show mit Live-Demos. Fragen, die beim Ticketkauf gestellt werden konnten, wurden beantwortet. Das Publikum konnte vor Ort Probleme nennen und bekam Lösungsansätze, natürlich generiert von KI-Tools.

Doch der Reihe nach: Zunächst betrat Lou die Bühne und begleitete ihren Gesang mit der Gitarre. Das Lied hatte sie nicht selbst geschrieben, sondern KI.
Was kann KI noch? Nina Fleisch, früher Sängerin, heute Software-Entwicklerin, führte anschließend mit ihrem Vortrag ins Thema ein. KI ist nicht neu. Es gibt sie schon seit rund siebzig Jahren. Ihrer Meinung nach stellt KI Programme dar, die Aufgaben lösen, die früher Menschen erledigt haben. Doch was beängstigt, ist die Geschwindigkeit, mit der sie sich entwickelt. “Schon in einem Jahr kann ein unechtes Bild nicht mehr von einem echten unterschieden werden.” Vermutlich alle nutzen KI täglich, durch Suchanfragen über Google, für Bildbearbeitung, Musikvideos, Reiseplanung etc. Neben dieser generativen gibt es die agentische KI. Dabei erhält die KI einen Auftrag und führt diesen selbständig durch. Beispiel: Die KI soll ein Unternehmen gründen. Sie gibt sich dabei selbst die zur Zielerreichung notwendigen Aufgaben. Der Auftraggeber muss keine Ahnung haben. KI kann die Webseite erstellen, Mitarbeiter suchen und produzieren lassen. Weil es keinen Ausschaltknopf für KI gibt, ist es entscheidend, dass Ziele klar definiert werden.

Lukas Wagner, früher Texter, erfand sich wegen KI neu und bietet nun derlei Fortbildungsveranstaltungen an. Er eröffnete die Fragerunde. Elke wünschte sich ein Bild von Pippi Langstrumpf im Faschingskostüm. Das erstellte KI prompt. Ebenso ein Skript für den Enkeltrick.

Marco Moosbrugger, dritter Speaker und KI-Trainer, stellte Gemini Notebook vor, ein KI-Tool, das sich ausschließlich auf bereitgestellte Dokumente stützt, ohne aufs Internet zuzugreifen. Es erleichtert Vereinen, die z. B. einen Podcast, ein Quiz oder ein Fotoalbum erstellen wollen, die Arbeit.

Gegen Ende der Veranstaltung wurde gefragt, wie groß die Gefahr durch KI sei. Marco Moosbrugger reduzierte KI auf mathematische Algorithmen, die nichts mit Intelligenz zu tun haben, und ließ viele Teilnehmer aufatmen. “KI kann jedoch in offene Tore eindringen. Daher ist die Absicherung der Umgebung wichtig.” Wie er ist auch Nina Fleisch kein Fan von Untergangsfantasien. Lukas Wagner ergänzte: “Gefährliche Menschen sind das Problem, nicht die KI.” Gleichzeitig fragte er sich aber auch, wo der Mensch auf dieser Reise bleibt.
Unter den Besuchern waren Maud Maillet aus Bludenz und ihre Freundin Tanja Maier. Beide sind IT-Lehrerinnen und interessieren sich beruflich für das Thema. Maillet Maud hatte für die Veranstaltung ihre Vol.at-Bonuspunkte eingelöst und dabei zwei Tickets gewonnen.
Helmut Seewalls Motivation bestand darin, mit dem zukünftigen Schwiegersohn, der zu KI promoviert, fundiert diskutieren zu können. Sein Neffe Jonas Fend informierte sich als Mediziner.

Der aus Gisingen stammende Franz Schutte nutzt KI für seine Ahnenforschung, andere für Wohnungseinrichtungen und wieder andere in Designfragen. Die Anwendungsvielfalt der Gäste spiegelte die Möglichkeiten der KI wider. GIS
