Seit Generationen im Einsatz für andere

Werner Schwarz blickte auf die Geschichte der Feuerwehr Bludenz und bewegende Einsätze zurück.
Bludenz In der Langen Nacht der Museen hielt der frühere Bludenzer Bezirksfeuerwehrinspektor Werner Schwarz jüngst den interessanten Vortrag „Vom Steigercorps der Rettungsabteilung Bludenz (Gründung am 27. Februar 1869) zur Ortsfeuerwehr Bludenz“.
Im Anschluss betonte er: “Es ist schon schön, wenn man Leuten helfen kann.” Mitunter geschieht das in sehr traurigen Situationen. Werner Schwarz erinnerte sich etwa an einen Unfall im Dalaaser Tunnel. Drei oder vier Menschen starben damals. In einem der Fahrzeuge saß eine Frau, neben ihr war ihr verstorbener Mann. Doch sie glaubte, dass auch ihr Mann das Unglück überlebt hatte. “Wir haben mit dem Toten ein wenig geredet”, sagte Werner Schwarz. Bis die Frau aus dem Unfallbereich gebracht werden konnte. Sonst wäre sie wohl zusammengebrochen. „Wir machen alles unentgeltlich. Aber das Helfenwollen und das Helfenkönnen sind das Schönste, das es gibt.“

Rund um die Uhr hilft die Feuerwehr Bludenz der Bevölkerung „bei Bränden, Unfällen, Überschwemmungen und ähnlichen Ereignissen – wir retten, schützen und bergen Menschen, Tiere und Sachwerte. Die Hauptaufgabe ist jedoch das Retten, welches Priorität vor allen anderen Aufgaben hat“.
Laufend verbessert die Wehr ihren Wissensstand durch Übungen und Schulungen. Mit der Feuerwehrjugend bietet die Feuerwehr Bludenz den 12- bis 16-Jährigen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. „Gemeinsam mit den jungen Leuten unternehmen wir zahlreiche interessante Aktivitäten“, heißt es auf der Homepage der Wehr unter dem Kommando von Gunnar Vonbun.

Gegründet wurde die Feuerwehr im Oktober 1869. Eigentlich sei die „organisierte Feuerbekämpfung“ in Bludenz zu jener Zeit schon über 350 Jahre alt gewesen, schreibt die Feuerwehr. So habe man bereits mit der Feuerordnung vom Dezember 1513 eine „Feuerbekämpfungsmannschaft“ ins Leben gerufen.
“Grund dafür waren sicherlich die großen Feuersbrünste, die die Stadt heimgesucht und teilweise in Schutt und Asche gelegt hatten. Mit der Zeit trat aber überall eine allgemeine Gleichgültigkeit im Löschwesen ein, bis einige wackere Männer gegen diese Nachlässigkeit vorgingen und Feuerwehrvereine gründeten, die eine geordnete und erfolgreiche Feuerbekämpfung garantieren sollten”, so die Wehr. SCO









