Jugendclub mit Basketballplatz als Wunsch

Beim Jugendtag in Feldkirch diskutierten Jugendliche über Freizeit, Mobilität und Sicherheit.
Feldkirch Der zweite Jugendbeteiligungstag “Speak Up – Your Voice, Your City” fand kürzlich im Jugendhaus Graf Hugo statt. Eingeladen waren Schülerinnen und Schüler zwischen 14 und 18 Jahren. Die Veranstaltung bot die Gelegenheit, eigene Vorstellungen, Wünsche und Anliegen für die Entwicklung der Stadt zu äußern. Der Jugendbeteiligungstag ist jährlich geplant.

Die Jugendlichen kamen miteinander und mit der Politik ins Gespräch. Bürgermeister Manfred Rädler begrüßte alle Anwesenden: “Heute stehen die jungen Menschen im Mittelpunkt. Bringt euch ein und nutzt dieses Superformat zum Austausch. Trotz eingeschränkter Möglichkeiten wird die Stadt versuchen, die Ideen umzusetzen.”

Anliegen und Ideen für die Stadt
Die Prozessbegleiterin Nina Tschaler erklärte, “dass Jugendliche nach einem solchen Austausch nicht vergessen werden dürften”, und unterstrich das steigende Interesse der Jugend an politischen Entscheidungen. Zusammen mit den Moderatoren Lilly und Efe führte sie durch das Programm. Weiterer Support kam von Maya und anderen, die die Jugendlichen anschließend in der Gruppenarbeit auf die Diskussion mit den Politikern vorbereiteten. Vormittags wurden alle Themen zugelassen, nachmittags dann mögliche Projekte zur späteren Umsetzung entwickelt und diskutiert. Themen waren Sicherheit, Freizeitgestaltung tagsüber und am Abend, Öffentlichkeitsarbeit auch außerhalb von Social Media sowie Klima und Mobilität. Gewünscht wurden vor allem bessere Fahrpläne der Öffis am Abend und Wochenende.


Die Politiker kamen aus verschiedenen Lagern. Vertreten waren die Parteien durch Natascha Sorsous, Clemens Rauch, Christof Bitschi, Sven Findeis, Bürgermeister Manfred Rädler, Vizebürgermeisterin Andrea Kerbleder, die Stadträte Fabienne Lackner, Matthias Mathis und Elisabeth Pucher. Mit großem Interesse an den Belangen junger Menschen war auch Christoph Kutzer, Leiter des Fachbereichs Jugend und Familie vom Land Vorarlberg, dabei. “Dieses Format bietet das Potenzial, demokratische Kompetenzen zu fördern und die Selbstwirksamkeit zu stärken. Feldkirch ist ein Leuchtstern, schaut man z. B. auf das Projekt Kinderstadt und ihre ständige Kinderstadtvertretung”, so Christoph Kutzer. Und Christof Bitschi ist sicher, dass “die Politik von Kindern und Jugendlichen lernen kann. Spannend ist auch die sehr professionelle Vorbereitung der Veranstaltung”.

Als Diskussionsgrundlage für neue Ideen für das städtische Zusammenleben dienten die Resultate der Jugendbefragung von 2025. An dieser Erhebung hatten sich mehr als 300 Jugendliche beteiligt.

Lisa Wiedner war schon beim ersten Jugendbeteiligungstag dabei und schätzt vor allem den Kontakt zu den Politikern. Sie seien normalerweise nicht nahbar, ist sie überzeugt. Sie und Ella Metzler gehen ins Gymnasium Schillerstraße.

Elia Kung aus der Polytechnischen Schule diskutiert gerne mit Lehrern und Politikern und war sich mit Alexander Senfter und Ege Yasar einig, dass die Veranstaltung “witzig” werden könnte. Ines Schmuck fand gut, dass “sich die Politiker die Zeit nehmen”.
Für den Ausschank zuständig waren Adel Schukri und Veli Sinkil, die beide gleichzeitig sehr engagiert auch in der Jugendarbeit tätig sind.

Am Nachmittag wurde dann die beste Idee prämiert. Gewonnen hat das Projekt Jugendclub mit Basketballplatz. Schließlich wurden ein Handy, Gutscheine und Lautsprecher verlost. Im Anschluss resümierten Nina Tschaler und die Vertreter der Politik über die Veranstaltung und nahmen wertvolle Eindrücke mit. GIS


