Großes Walsertal stellt Weichen für die Zukunft

Bei der Regio-Generalversammlung in Blons standen zahlreiche Projekte und das Budget 2027 im Mittelpunkt.
Blons Wie soll sich das Große Walsertal in den kommenden Jahren entwickeln? Mit dieser Frage beschäftigten sich die politischen Vertreter der Talgemeinden bei der 53. Generalversammlung der Regio Großes Walsertal in Blons. Im Mittelpunkt standen zahlreiche Zukunftsprojekte – von der Wohnraumentwicklung über die regionale Grundversorgung bis hin zu einer gemeinsamen Sport- und Freizeitanlage. Im Anschluss bot das zweite Regionalparlament Gelegenheit, einzelne Vorhaben vertieft zu diskutieren.

Regio-Obfrau Andrea Schwarzmann begrüßte die zahlreichen Teilnehmer und gab einen Überblick über die Entwicklung der Region. Erst am 15. Oktober war sie in Rom von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) als eine von weltweit 100 Frauen für ihr Engagement in der Landwirtschaft und ländlichen Entwicklung ausgezeichnet worden.

Zahlreiche Projekte in Umsetzung
In ihrem Bericht ging Schwarzmann auf die laufenden Projekte und Herausforderungen im Tal ein. Dazu zählen die „Werkstatt fürs Tal“, die Erarbeitung eines Regionalplans sowie das 25-jährige Bestehen des Biosphärenparks Großes Walsertal, das heuer mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert wurde. Auch das Projekt „Alpenflug“, an dem sich 17 Alpen beteiligten, war Thema. Weitere Schwerpunkte bilden Klimaschutz und Klimawandelanpassung, Kinderbildung und -betreuung, Glasfaserausbau, öffentlicher Verkehr sowie die regionale Zusammenarbeit bei Pflege und Betreuung.
Anschließend informierte Ingo Türtscher über aktuelle Vorhaben und stellte das Budget für 2027 vor. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Sicherung der Grundversorgung, der Erhalt der Kulturlandschaft, eine regionale Sport- und Freizeitanlage sowie das Handlungskonzept „Wohnen im Biosphärenpark“. Auch die Zusammenarbeit mit dem Walgau im Bereich Pflege und Familie soll weitergeführt werden. Das Budget wurde einstimmig beschlossen.
Jürgen Katschitsch präsentierte den Rechnungsabschluss 2025. Nach dem Bericht der Rechnungsprüfer wurde der Vorstand entlastet.
Wohnen und Freizeit im Fokus
Im anschließenden Regionalparlament stand die künftige Wohnraumentwicklung im Mittelpunkt. Eva Lingg-Grabher vom Büro raumlink stellte das gemeinsam mit Johannes Herburger begleitete Handlungskonzept vor. Angesichts begrenzter Bodenressourcen sollen damit Grundlagen für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung geschaffen werden.
Diskutiert wurde zudem die geplante Sport- und Freizeitanlage Großes Walsertal. Sie soll die Zusammenarbeit der Vereine stärken. Als mögliche Organisationsform steht die Gründung eines Gemeindeverbands im Raum, der Kauf, Planung und Umsetzung übernehmen könnte. Auch beim anschließenden Austausch wurden die Zukunftsprojekte des Tales weiter diskutiert. HAB