Walter Fink

Kommentar

Walter Fink

Ein Programm für den Sommer

Kultur / 30.06.2017 • 18:43 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Wir alle wissen, was dieses Land uns an Schönheiten bietet, wir wissen, daß unser Leben kaum ausreichend ist, um all das zu sehen und auch zu bewahren. Wir haben, um es einfach zu sagen, Glück. Wir leben in einem Umfeld, das nicht nur dem Auge alles bietet: Alpen, Berge, Seen, Moore, Riede, Flüsse, sondern auch noch der Gesundheit zuträglich ist. Und dann kommt noch, als wesentlicher Teil des Wohlbefindens, dazu, daß hier Kultur heimisch ist. Da sind die großen Angebote, die Festspiele, das Kunsthaus, das Jüdische Museum und andere.

Da sind aber auch viele kleine Museen im ganzen Land, die oft erstaunliche Angebote bringen. Eben ist eine Ausgabe des „museum magazin“ (herausgegeben vom Landesmuseumsverein, dem Vorarlberg Museum und der Kulturabteilung des Landes) erschienen, in der auf genau solche Möglichkeiten hingewiesen wird.

Buchstäblich von Bregenz, mit den Ausstellungen von Erich Smodics im Künstlerhaus und Herbert Albrecht im Landesmuseum, bis zum Arlberg, mit der neuen Kunsthalle arlberg1800, reichen die Hinweise. Jedem Museum in diesem Heft, das kostenlos bezogen werden kann, ist ein ausführlicher, oft sehr informativer Text beigestellt, der vor allem auf Aktivitäten in diesem Sommer hinweist. Man geht aber auch auf besondere Daten ein, etwa auf den 80. Geburtstag von Gerold Amann, dem ein interessantes Gespräch mit Christof Thöny (er ist mit Andreas Rudigier auch für die Redaktion des Heftes verantwortlich) gewidmet ist, wobei schon der Titel auf die besondere Art von Gerold Amann hinweist: „D’Hoor gommr langsam us, aber d’Idea net.“ Das hoffen wir alle. Andere Künstler kommen direkt und indirekt zu Wort, Wolfgang Flatz mit seinem Museum, der Radierer Armin Pramstaller mit der Ausstellung im Stadtmuseum Dornbirn, oder Paul Flora, dem zwei Ausstellungen in Schruns, im Heimatmuseum und in der MAP Kellergalerie, gewidmet sind. Es geht aber nicht nur um bildende Kunst. Beispielsweise wird im Egg Museum eine Ausstellung zur Tanzmusik im Bregenzerwald gezeigt und im Klostertal Museum die Geschichte der Alpe Spullers.

Es gibt noch viel mehr. Man muß das „museum magazin“ selbst lesen. Dann kann man in diesem Sommer erkennen, dass die Museen neuerlich unter Beweis stellen, daß sie nicht nur eine gute Schlechtwetteralternative sind. Einmal ganz abgesehen davon, daß man mit dem Besuch der Museen auch das Land besser, viel besser kennenlernt.

Jedem Museum in diesem Heft ist ein oft sehr informativer Text beigestellt, der auf Aktivitäten im Sommer hinweist.

walter.fink@vn.at
Walter Fink ist pensionierter Kulturchef des ORF Vorarlberg.