Der Poolbar-Generator geht in die nächste Runde

Kultur / 29.12.2019 • 07:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Silvia Stocker und Marie Nemeth freuen sich auf die Zusammenarbeit mit den Studenten.  <span class="copyright">Yavuz Odabas </span>
Silvia Stocker und Marie Nemeth freuen sich auf die Zusammenarbeit mit den Studenten.  Yavuz Odabas

Marie Nemeth und Silvia Stocker leiten das Produktdesign-Labor. Bewerbungen sind noch bis 5. Jänner möglich.

Tanja Schwendinger

Feldkirch Schon kurz vor Jahreswechsel ist die Planung für das Poolbar-Festival 2020 in vollem Gange. Ein Headliner steht schon jetzt fest: das von jungen Gestaltern jährlich neu entwickelte Festivaldesign. Im Rahmen des Poolbar-Generators im Bregenzer Magazin 4 wird von Kunst-, Architektur- und Design-Studenten die gestalterische Basis für das Festival gelegt. Die Gründerinnen des Designstudios studiotut, Silvia Stocker und Marie Nemeth aus Wien, leiten das Produktdesign-Labor.

Wie lange beschäftigt ihr euch schon mit Produktdesign? 

Stocker Das Interesse an Design hat bereits in unserer Schulzeit begonnen. Diesem konnten wir in unserem Studium „Design, Handwerk und materielle Kultur“ an der New Design University vertiefend nachgehen. Der Studiengang beschäftigt sich insbesondere mit den Veränderungen von Design, Handwerk und Produktion im postindustriellen Zeitalter. Seit unserem Studienabschluss 2016 sind wir selbstständig im Designbereich tätig.

Wie seid ihr zum Poolbar-Generator gekommen?

Nemeth Bereits während unserer Studienzeit sind wir auf dieses Format aufmerksam geworden. Leider ist es nicht dazu gekommen, als Studierende an dem Labor teilzunehmen. Umso mehr freut es uns, dass wir über unsere Atelier-Kollegin Lisa Klingersberger die Aufgabe der Produktdesign-Laborleitung übernehmen dürfen. 

Was hat euch daran gereizt?

Stocker Einerseits arbeiten wir gerne im ständigen Austausch mit Gestaltern, indem Wissen auf Augenhöhe ausgetauscht und Neues ausprobiert wird. Andererseits ist das Poolbar-Festival eine großartige Plattform, die wir gerne unterstützen. In den letzten Jahren sind bereits einige Projekte in Vorarlberg zustande gekommen. Wir haben die Zusammenarbeit immer als sehr bereichernd empfunden. Wir freuen uns, diese Verbindung weiterhin aufrechtzuerhalten.

Was sind eure Aufgaben?

Nemeth In einer Kleingruppe werden zu verschiedenen Themen gestalterische Konzepte entwickelt, die für das Festival im Sommer umgesetzt werden sollen. Unsere Aufgabe besteht darin, den Teilnehmenden fachlich beratend zur Seite zu stehen und die Gruppe durch den gesamten Gestaltungsprozess zu führen. Von der Aufgabenstellung über Recherche, Idee und Entwurf bis hin zur Produktion.

Welche Ziele habt ihr euch gesetzt?

Stocker Erfahrungen zu teilen und gemeinsam Wissen zu generieren. Dass nahe an den Problemen und Bedürfnissen der zukünftigen Nutzer gearbeitet wird, um ein nachhaltiges Produkt entstehen zu lassen. Ebenso ist uns die verantwortungsbewusste Rolle als Designer in unserer Gesellschaft wichtig, die wir gerne aufzeigen wollen. Denn durch Design können ökologisch und sozial nachhaltige Projekte entwickelt und Lösungen gefunden werden, die zukünftige Veränderungen ermöglichen.

Gibt es schon konkrete Ideen?

Nemeth Die Teilnehmer werden an den Themen Mülltrennsystem, modulare Ausstellungsarchitektur und Fahrradabstell-Skulptur arbeiten.

Welchen Mehrwert bringt die Teilnahme für die Studierenden?

Stocker Es ist eine tolle Gelegenheit, ein Projekt von der Idee bis hin zur Produktion umzusetzen, von diesem ganzheitlichen Prozess zu lernen und am Ende das eigens entworfene Produkt beim Poolbar-Festival in Aktion zu sehen. Es ist immer ein toller Augenblick, wenn Produkte in Verwendung sind und sich somit der Kreis schließt. Die Teilnahme am Poolbar-Generator wird von kooperierenden Universitäten mit ECTS-Punkten angerechnet. Zudem sind Teilnahme, Übernachtung und Verpflegung kostenlos.

Die Bewerbungsfrist für den Poolbar-Generator (8. bis 16. Februar, Bregenz) läuft noch bis zum 5. Jänner. www.poolbar.at, Poolbar-Festival: 10. Juli bis 16. August 2020