Festival Bezau Beatz nahm kräftig Fahrt auf

Kultur / 07.08.2020 • 23:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Adelphi Quartett begeisterte in der Wälderbähnle-Remise in Bezau: Heuer räumte das Ensemble den ersten Platz beim Wettbewerb der Irene Steels-Wilsing Stiftung ab. <span class="copyright">sams</span>
Das Adelphi Quartett begeisterte in der Wälderbähnle-Remise in Bezau: Heuer räumte das Ensemble den ersten Platz beim Wettbewerb der Irene Steels-Wilsing Stiftung ab. sams

Abseits ausgetretener Pfade begeistern internationale Jazzmusiker in der Wälderbähnle-Remise.

bezau Die Qualität hat sich längst herumgesprochen. Das Festival Bezau Beatz startet stark limitiert und gut organisiert. Als sich die Tore der Remise des Wälderbähnles am Freitagabend öffneten, traten 100 musikhungrige Festivalpassbesitzer mit Sicherheitsabstand ein. Los ging es mit dem Salzburger Adelphi Quartett, bestehend aus Maxime Michaluk und Esther Agusti an der Violine, Marko Milenkovic an der Viola und Nepomuk Braun am Cello. In Bezau zeigten sie ihre Vielseitigkeit, spielten unter anderem Stücke von Igor Strawinsky und Joseph Haydn und sorgten für nicht enden wollenden Applaus.

Festivalleiter Alfred Vogel will das Besondere zu Gehör bringen. <span class="copyright">Sams</span>
Festivalleiter Alfred Vogel will das Besondere zu Gehör bringen. Sams

Vorbei an saftigen Wiesen ging es danach mit dem Wälderbähnle nach Bersbuch und wieder zurück. Bereits am Weg dorthin trat die Vorarlberger Dudelsackgruppe Mac Laut’s als Überraschungsband auf. Spätestens beim Cover des bekannten Songs „The Lion Sleeps Tonight“ wippten selbst die größten Tanzmuffel kräftig mit.

In der Remise brachte das Duo Falling mit seinem kraftvollen Spiel beinahe die Dampflok zum Zittern. Der Wiener Freistil-Musiker Christoph Kurzmann stand gemeinsam mit dem schwedischen Saxofonisten Mats Gustafsson, der in Österreich lebt, auf der Bühne. Sie zeigten die Bandbreite zwischen Jazz, Elektronik und Improvisation. Mit dreistimmigen Parallelaktionen, Klangüberlagerungen und Spontanität forderten Christopher Dell (Vibraphon), Christian Lillinger (Schlagzeug) und Jonas Westergaard (Bass) die Zuhörer heraus. Als gleichberechtigte Spielpartner ließen sie den herkömmlichen Gegensatz von Solieren und Begleiten hinter sich.

Viel Flair

Bezau Beatz steht auch für viel Flair. Veranstalter und Musiker Alfred Vogel hat auch heuer sein Ziel erreicht, die Zuhörer mit Kontrasten, Improvisation und unbekannten Klängen zu konfrontieren. „Der Mix ist speziell und öffnet Türen zu neuen Welten. Das Festival sehe ich als Bereicherung“, sagt Besucherin Anna Bereuter. Für das Konzert von Violinistin Maya Homburger und Kontrabassist Barry Guy am Samstag um 11 Uhr in der Pfarrkirche gibt es noch Tickets. Auf der Plattform des Restaurant Baumgarten wird Prinz Grizzley auftreten. Die Konzerte von Gropper, Aaron, Henkelhausen, Black sowie Chris Dahlgren sind ausverkauft. Miriam Sorko

Das Festival Bezau Beatz läuft in der Wälderbähnle-Remie noch am Samstag, 8. August: www.bezaubeatz.at