Mit Milow erlebten die Poolbar-Besucher große Gefühle

Kultur / 25.07.2021 • 18:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Mit Milow erlebten die Poolbar-Besucher große Gefühle
Milow: “Es ist ein großartiges Gefühl, wieder unterwegs zu sein und vor Menschen zu spielen.”  POOLBAR/RHOMBERG

Feldkirch Seine Songs sprühen vor guter Laune und kommen ohne viel Schnickschnack daher. Der belgische Sänger Milow zeigte beim Poolbar-Festival, wie Optimismus klingt, und ließ Sommergefühle aufkommen. Mit über 200 Millionen Streams und zahlreichen Auszeichnungen konnte der Musiker internationale Bekanntheit erlangen. „Die Coronazeit war nicht einfach, aber ich habe versucht, beschäftigt zu bleiben und die Zeit zu nutzen, um mich auf die Musik zu konzentrieren“, sagt Milow im Gespräch mit den Vorarlberger Nachrichten.

Am Samstag spielte Milow unter freiem Himmel im Reichenfeld-Areal und sorgte trotz Regen für glückliche Festivalbesucher. Gemeinsam mit Nina Babet und Tom Vanstiphout bot er einen Mix aus älteren und neueren Songs. Die Zuhörer konnten in die erfüllende Musik eintauchen und die positive Stimmung aufsaugen. Als sich beim bekannten Lied „Help“ schließlich die Wolken verzogen und die Sonne samt Regenbogen zum Vorschein kam, gab es kein Halten mehr und die Anwesenden tanzten fröhlich mit. „Es ist ein großartiges Gefühl, wieder unterwegs zu sein und vor Menschen zu spielen. Sobald man vor Publikum steht, spürt man die Emotionen und die Freude. Es macht mich sehr glücklich, endlich wieder live aufzutreten.“

Mit seiner gefühlvollen Stimme, gepaart mit Akustikgitarre und guter Laune, konnte er bei den Poolbar-Besuchern punkten. Die bereits erschienenen Singles „ASAP“ und „Whatever It Takes“ steigern die Vorfreude auf sein siebtes Album, das Anfang 2022 erscheint. „Anfang des letzten Jahres startete ich damit, neue Songs zu schreiben, die voller Hoffnung und Lebensenergie stecken. Mit dem neuen Album möchte ich einen großen Schritt nach vorne machen.“ Bis dahin wird der Belgier noch zahlreiche weitere Konzerte absolvieren und die Zuhörer mit seiner positiven Energie anstecken. Auch der Auftritt der Singer-Songwriterin Alina Nimmervoll alias Änn, der aufgrund einer Sturmwarnung zeitlich verschoben wurde, kam sehr gut an. Die Kitzbühelerin sang vom Erwachsenwerden, dem Ende von Beziehungen, von Rassismus und Selbstzweifeln und regte zum Nachdenken an.

Der Poolbar-Sommer ist zum Glück noch nicht vorbei. Am Donnerstag werden beim Tagebuch-Slam mehrere mutige Kandidaten aus alten Tagebüchern vorlesen und intime Geheimnisse lüften. Durch den Abend führt Erfinderin Diana Köhle, die mit ihrem kreativen Format österreichweit treue Fans gewinnen konnte. Der deutsche Sänger Patrice, der als einer der bekanntesten Reggae-Künstler Europas gilt, wird am Freitag auf der Terrasse auftreten. Mit seiner Mischung aus Reggae, Soul, Blues und Hip-Hop hat er seine eigene Stilrichtung erfunden, die für viel Anklang sorgt. Beim Jazzbrunch am Sonntag stehen sechs ältere Musiker gemeinsam mit der Pianistin und Sängerin Anouk Joliat im Mittelpunkt. Die Band Schuani’s Seven wurde 2016 auf Initiative des Schaaner Urgesteins Erwin Risch gegründet und wird Titel aus der klassischen Jazzliteratur spielen. mir

Lylit überzeugte

„Das nächste Lied ist eine Frauenhymne, für alle, die sich aus den Fesseln der Gesellschaft befreien wollen“, so kündigte Lylit in der Poolbar ihr Lied an.

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Lyilt in der Poolbar. Rhomberg

Die Songs der Österreicherin haben Merkmale von Club-Elektronik, Pop und Soul. Mal tiefgründig und dramatisch, mal poppig und schnell. Selbstbestimmung und den Mut zu finden, so zu sein, wie man ist, sind die Kernthemen ihrer Musik. Ihre aktuelle EP „Aurora“ und ihr kurz danach erschienenes Album „Inward Outward“ wurden in einem Häuschen in der Toskana aufgenommen. Die Atmosphäre des Konzerts wurde von ihrer selbstbewussten Aura bestimmt. Für jedes Lied gab es kräftigen Applaus. Das Publikum war begeistert, forderte eine Zugabe und bekam sie mit „Call me bad“. sar