Lichtkunst, die sehr weit leuchtet

Kultur / 13.04.2022 • 18:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Skulptur
Die Skulptur “Nord-Ost-Süd-West” kommt nach Holland.

Miriam Prantl wurde nach Holland und zum internationalen Lichtkunstfestival in Graz eingeladen.

Bregenz, Graz, Apeldoorn Wenn Miriam Prantl (geb. 1965) eine Lichtinstallation realisiert, darf man davon ausgehen, dass sie etwaige akustische Elemente nicht in Verlegenheit bringen, die bildende Künstlerin aus Vorarlberg ist auch musikalisch versiert und komponiert bei audiovisuellen Arbeiten die Sounds selbst. So geschah es etwa bei dem Werk „Nord-Süd-Ost-West“, das für das im Februar dieses Jahres veranstaltete Lichtfestival in Vaduz entstand und dort auf große Aufmerksamkeit stieß. Die Stele mit den fünf mit Spiegelblättchen versehenen Kugeln, mit der Prantl souverän mit der Wahrnehmung spielt, hat mittlerweile den Transport nach Holland überstanden. Dort wurde das Werk gestern im Park des Schlosses Het Loo in Apeldoorn installiert, wo es den Veranstaltern ein Anliegen ist, die barocke Architektur mit qualitätsvoller zeitgenössischer Kunst zu kontrastieren.

Während Liechtenstein heuer sein erstes Lichtkunstfestival austrug, hat ein solches Festival in Graz bereits Tradition. Jeweils im Herbst hat es sich als Treffen internationaler Lichtkünstler positioniert. Miriam Prantl wurde eingeladen, ein Werk in den unterirdischen Gängen des Schlossberges zu realisieren. „Eine fantastische Herausforderung“, bemerkte sie im Gespräch mit den VN. Die Tunnel im Berg sind ziemlich lang. Eine subtile Kunst-am-Bau-Arbeit mit Licht hat die Künstlerin übrigens auch im Vorarlberg Museum in Bregenz umgesetzt.  VN-cd

Projekt von Prantl im Vorarlberg Museum.Rainer
Projekt von Prantl im Vorarlberg Museum.Rainer

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