Aus der Kulturszene

Kultur / 07.09.2022 • 17:59 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Trauer um Gottfried Kumpf

Wien Der Künstler Gottfried Kumpf, dessen naiv wirkende, von ihm liebevoll „Asoziale“ getaufte Figuren und Skulpturen große Bekanntheit erlangten, ist am Montag völlig unerwartet gestorben. Das gab seine Frau Guni gegenüber der APA bekannt. „Er hat bis zu seinem letzten Tag sein künstlerisches Schaffen unbeirrt und mit Freude weitergeführt und war voller Pläne für die Zukunft“, hieß es. Kumpf wurde 91 Jahre alt. „Mit Gottfried Kumpf haben wir einen außergewöhnlichen Universalkünstler, aber auch einen humorvollen und zutiefst sympathischen Menschen verloren“, so Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer.

 

„Führer“-Streit in Bayreuth

Bayreuth In Bayreuth ist ein Streit um das Wort „Führer“ entbrannt. Dirigent Christian Thielemann kritisiert das Streichen des Wortes aus dem „Lohengrin“. „Entschuldigung, aber wo kommen wir denn da hin? Dann kann man auch gleich viel mehr ändern, der ganze ‚Lohengrin‘ ist ja voll von solchen Stellen, ‚Für deutsches Land das deutsche Schwert‘, all das“, sagte er im Interview der „Welt“ und spricht von einem „‘Führer“-Skandal‘. „So steht es nun einmal in Richard Wagners Partitur.“ Katharina Wagner hatte den Tenor Klaus Florian Vogt, der die Titelrolle sang, nach der Generalprobe in diesem Jahr gebeten, das Wort „Führer“ zum Ende der Richard-Wagner-Oper über den Schwanenritter durch „Schützer“ zu ersetzen.

Ehrenpreis für ­Miljenko Jergović

wien Der in Zagreb lebende Autor Miljenko Jergović erhält heuer den Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln. Der mit 10.000 Euro dotiert Preis wird vom Hauptverband des Österreichischen Buchhandels vergeben und am 20. November im Rahmen der Europäischen Literaturtage überreicht. Er sei ein im besten Sinne europäischer Erzähler, hob HVB-Präsident Benedikt Föger hervor.