Altvertrautes voller Neuerungen

Kultur / 29.12.2022 • 19:27 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Franz Welser-Möst steht beim Neujahrskonzert am Pult. apa
Franz Welser-Möst steht beim Neujahrskonzert am Pult. apa

Premierenfeuerwerk bei Jahresauftakt mit den Wiener Philharmonikern.

Wien Zwischen „Perlen der Liebe“ und „Auf und davon“ erstreckt sich oftmals nicht nur der Kreislauf des Lebens, sondern auch das Programm des Neujahrskonzert 2023. Das musikalische Großereignis der Wiener Philharmoniker zum Jahresauftakt geht wie gewohnt am 1. Jänner im Goldenen Saal des Musikvereins über die Bühne – mit Franz Welser-Möst am Pult und nun wieder ohne Coronaeinschränkungen. „Wir freuen uns sehr, dass wir endlich wieder vor vollem Haus spielen können“, unterstrich Philharmoniker-Vorstand Daniel Froschauer bei der Präsentation am Donnerstag. Schließlich trage das Neujahrskonzert in sich eine „Friedensbotschaft und eine Botschaft der Liebe“. Dabei wird 2023 ein Jahr der Neuerungen. Schließlich sind 14 der 15 Werke erstmals in diesem Rahmen zu hören. Lediglich der Walzer „Aquarellen“ von Josef Strauß war 2002 schon einmal Teil des Programms. Was bei aller Neuerung auch 2023 gleich bleibt, ist die große Dominanz der Strauß-Familie zum Jahresbeginn. Von Eduard Strauß‘ Polka „Auf und davon“ über Johann Strauß‘ „Zigeunerbaron-Quadrille“ bis hin zu Josef Strauß‘ „Heldengedichte“ erstreckt sich der neue, neujahrskonzertlich noch unerschlossene Klangkosmos. Aber man muss wohl kein allzu großer Prophet sein, um zu prognostizieren, dass mit dem „Donauwalzer“ und dem „Radetzky-Marsch“ Vertrautes erklingen wird.

Neues gibt es indes an der Genderfront, werden 2023 doch erstmals in der Geschichte beim Neujahrskonzert neben den Wiener Sängerknaben auch die Wiener Chormädchen mit von der Partie sein. Wann indes eine Frau auch am Pult den Neujahrsvormittag mitgestalten wird, steht noch in den Sternen. „Wir werden eine weibliche Dirigentin haben, wenn die Zeit kommt“, sagte Froschauer.

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