Ein Komponist, der nur so vor Ideen sprüht

Kultur / 29.12.2022 • 19:27 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Schriftsteller Michael Köhlmeier hat den Text neu interpretiert.
Schriftsteller Michael Köhlmeier hat den Text neu interpretiert.

Felix Bernhard Huber bringt Grimms „Zaunkönig“ mit prominenter Unterstützung zur Uraufführung.

Lustenau Trotz Coronapandemie war Stillstand für den Komponisten und Trompeter Felix Bernhard Huber ein Fremdwort. Da Auftritte lange Zeit nicht möglich waren, hat sich der freischaffende Musiker aus Lustenau neuen Projekten gewidmet. Entstanden sind etwa drei musikalische Hörbücher. Neben „Rumpel“ und „Schnee“ veröffentlichte der Vorarlberger das Hörbuch „Zaunkönig“ der Gebrüder Grimm.

Um das Projekt mit Beteiligung heimischer Musiker realisieren zu können, hat Huber ein Crowdfunding-Projekt ins Leben gerufen. Gefördert wird es auch vom Land Vorarlberg. Umso mehr freut sich der Komponist, dass sein Werk nun zur Uraufführung kommt. Um seine Musik neu und aufregend zu präsentieren, hat sich Felix Bernhard Huber prominente Unterstützung mit ins Boot geholt. „Es wird kein typisches Klassikkonzert, es wird schon etwas spektakulärer“, gibt er einen Vorgeschmack.

Vorarlberger Beteiligung

Mit dabei ist der Vorarlberger Schriftsteller Michael Köhlmeier, der den Text des Zaunkönigs neu interpretiert hat. Gemeinsam mit der Sinfonietta Vorarlberg, dem renommierten Vorarlberger Pianisten Yunus Kaya und Trompeter Jürgen Ellensohn verpasst Huber dem Grimmschen Märchen einen neuen Anstrich. „Ich habe für Jürgen Ellensohn ein Trompetenkonzert geschrieben. Inspiration habe ich mir auf Reisen in verschiedenen Ländern wie London und St. Petersburg geholt“, berichtet Felix Bernhard Huber. Entstanden sei eine moderne Version des Zaunkönigs. „Es wird ein bunter musikalischer Abend, der von Michael Köhlmeier auf der Bühne literarisch begleitet wird.“

Die Coronapandemie habe den umtriebigen Komponisten einiges gelehrt, wie er betont. „Ich möchte mich nicht nur auf eine Sache beschränken, sondern meine Augen offen halten und Neues ausprobieren.“ Mit der Filmmusik möchte sich der 28-Jährige ein weiteres Standbein aufbauen. „Ich habe gemerkt, dass sich da ein großer Markt auftut, deshalb wollte ich die Chance nutzen.“

Label-Vertrag

Den ersten Schritt dazu hat er bereits getan. Seit Kurzem hat er einen Label-Vertrag mit Felt Music in London in der Tasche. „Ich bin sehr stolz darauf, weil es mir sehr viele Türen geöffnet hat. In weiterer Folge durfte ich mit internationalen Künstlern und Musikproduzenten in London an kommerziellen Ausschreibungen teilnehmen, bei der auch Netflix dabei war“, schwärmt er.

Als junger Musiker in Vorarlberg habe man es nicht leicht, betont Felix Bernhard Huber. „Aber wenn man bereit ist, sich an die Gegebenheiten anzupassen und Neues auszuprobieren, kann man gut davon leben und positiv in die Zukunft blicken.“ VN-TAS

Im Frühjahr fanden die Aufnahmen zum musikalischen Hörbuch von Felix Bernhard Huber (l.) in Thüringen statt. VN/Sams, LT/Köhler
Im Frühjahr fanden die Aufnahmen zum musikalischen Hörbuch von Felix Bernhard Huber (l.) in Thüringen statt. VN/Sams, LT/Köhler

„Der Zaunkönig“ wird am 2. März 2023 im Lustenauer Reichshofsaal uraufgeführt. Tickets: Botta (Schillerstr. 2) und online erhältlich.

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