Helbock für Deutschen Jazzpreis nominiert

Gemeinsam mit Camille Bertault für das Album “Playground”.
Bremen Im kommenden April findet zum dritten Mal die Verleihung des Deutschen Jazzpreises statt. Insgesamt 81 Nominierte dürfen auf den wichtigsten Preis im deutschsprachigen Raum hoffen. Wer eine der glänzenden Trophäen und ein Preisgeld von 10.000 Euro mit nach Hause nehmen darf, wird bei der Verleihung am 27. April 2023 im Metropol Theater Bremen bekannt gegeben. Das Album „Playground“ von David Helbock mit Camille Bertauld, das beim weltgrößten Jazzmagazin Downbeat eine 5-Sterne-Bewertung erhielt, ist unter den letzten drei Nominierten für die Kategorie „Album – Vokal International“.
Über 1000 Einreichungen sichtete die 25-köpfige Fachjury und wählte in 31 Kategorien diejenigen Musikschaffenden und Projekte, die im letzten Jahr außergewöhnliche künstlerische und innovative Leistungen im nationalen und internationalen Kontext erbracht haben.
Weltweite Verbreitung des Jazz
Jana Herzen, Mitglied der Fachjury und Präsidentin des US-amerikanischen Labels Motéma Music, resümiert über das Auswahlverfahren der Nominierten: „Das tiefe Eintauchen in die zeitgenössische Jazzszene Deutschlands führte mich auf ein überraschendes und vielfältiges musikalisches Abenteuer, das reich an künstlerischer Hingabe, authentischer Kreativität und von Momenten tiefer Schönheit, aber auch von gutem Humor geprägt war. Die leidenschaftliche Diskussion unter den Juroren, um ein breit gefächertes Feld auf nur drei Nominierte einzugrenzen, war bereichernd, wenn auch nicht einfach. Es ist immer wieder erstaunlich, wie sich das ursprünglich aus den USA stammende Genre des Jazz weltweit weiterentwickelt.“ Im nächsten Schritt ermittelt die Hauptjury, bestehend aus Mitgliedern der Fachjury sowie prominenten Jazzakteuren und Persönlichkeiten des öffentlichen kulturellen Lebens, die Preisträger. David Helbock: „Camille Bertault ist eine wunderbare französische Jazz-Sängerin. Ich habe sie zuerst, wie viele andere auch, durch ihre Facebookvideos entdeckt, wo sie von bekannten Jazzstücken Solos nachsingt und Millionen Klicks bekommt. Als ich 2019 zu den Schlossfestspielen Ludwigsburg eingeladen wurde und der Intendant meinte, ich soll einen Musiker mitbringen, mit dem ich gerne spielen möchte, aber noch nie aufgetreten bin, fiel meine Wahl auf Camille.
Viel Herzblut
Danach folgten verschiedene Konzerte durch Europa und die USA und 2022 haben wir unser gemeinsames Album ,Playground‘ aufgenommen. Wir haben beide viel Herzblut in das Album investiert – mit Musik aus ganz unterschiedlichen Bereichen, die uns beide sehr beeinflusst haben – Klassik (Scriabin), Pop (Björk), Brasilianische Musik (Hermeto Pascoal & Egberto Gismonti), Jazz (Thelonious Monk) und natürlich viele unserer eigenen Kompositionen. Mit ,Playground‘ unter den letzten drei Nominierten zu sein, ehrt und freut uns sehr. Speziell in der Kategorie ,Vokal International‘, bei der es extrem viel Konkurrenz gibt.“ Weitere Nominierte sind die Amerikanerin Cécile McLorin Salvant und die beiden Norweger Emilie Nicolas & Daniel Herskedal, beides sehr bekannte Jazzmusiker.
Das einzige Vorarlbergkonzert der beiden großartigen Musiker findet am 19. März um 18 Uhr in der Kulturbühne Am Bach Götzis statt.
„Mit ,Playground‘ unter den letzten drei Nominierten zu sein, ehrt und freut uns sehr.“