Von Kulinarik bis Festival – der VN-Überblick für die kommenden Tage

VN / 22.05.2026 • 08:00 Uhr
Von Kulinarik bis Festival – der VN-Überblick für die kommenden Tage

Was es dieses Wochenende in Vorarlberg alles zu erleben gibt.

In Vorarlberg passiert viel. Da kann man schnell den Überblick verlieren. Daher gehen die VN jeden Freitag weit über das Format der bloßen Event-Ankündigung hinaus. Persönlich und kompetent geben Redakteurinnen und Redakteure ihre Empfehlungen für Familienunternehmungen, Sport, Kultur, Events, Gastronomie, Bücher, Musik und mehr ab.

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Drei Tage Musik und Festivalflair

Von Kulinarik bis Festival – der VN-Überblick für die kommenden Tage
Andreas Marte leitet die Kulturredaktion der VN, wo er seine größte Leidenschaft – neben seiner Familie – zu seinem Beruf gemacht hat. Seinen jeden Donnerstag erscheinenden Newsletter kann man unter https://www.vol.at/newsletter abonnieren.

Vom 22. bis 24. Mai verwandelt Bregenz Life den Kornmarktplatz in eine offene Bühne für Live-Musik, Kulinarik und Festivalflair. Drei Tage lang bringt das Open-Air-Event bei freiem Eintritt kuratierte Acts aus dem In- und Ausland mitten in die Stadt. Singer-Songwriter, Bands und Pop-Formationen sorgen für jene entspannte und zugleich hochwertige Atmosphäre, für die das Festival seit Jahren bekannt ist.

Ein Höhepunkt dürfte der Auftritt der jungen Vorarlberger Band UNTILED werden, die sich zwischen modernen Pop-Einflüssen, atmosphärischen Klangflächen und eingängigen Melodien bewegt. Sänger Paco ist vielen durch seine Teilnahme bei „Deutschland sucht den Superstar“ bekannt, bei der er das Finale erreichte. Auch Little Brickets, Junipa Gold, Riders Connection, Naked Cameo, Eileen Alister, D/TROIT und weitere Acts versprechen ein abwechslungsreiches Programm.

Für echtes Festivalgefühl sorgt das kulinarische Angebot mit Foodtrucks und Außenbars. Mit dabei sind Der Speisewagen, Süße Würze, Rolling Burrito, Roi Thai, Magari Pizza, Bedi’s Waffelwerk sowie die Bars SeeYou, Cuba Club & Bar, Mike Häfele Gastronomie und WandelBar. Wenn auch das Wetter mitspielt, steht einem stimmungsvollen Musikwochenende im Herzen von Bregenz nichts im Weg.

Drei Chöre, eine Bühne

Von Kulinarik bis Festival – der VN-Überblick für die kommenden Tage
Franziska Eckert ist Redakteurin für VOL.AT und die VN. In ihrer Freizeit ist sie gern aktiv in den Bergen unterwegs. Genauso gern mag sie Kultur, Theater und Flohmärkte zum Stöbern.

Auf Tournee gehen die ganz großen Musiker wie Taylor Swift und Linkin Park. Aber auch Seiler und Speer und andere einheimische Künstler nutzen immer wieder die Chance, ihre Musik einem breiten Publikum näherzubringen.
Für die kommende Tour am Pfingstwochenende werden zwei Reisebusse und ein Doppeldeckerbus benötigt. Etwa 170 Personen müssen transportiert werden. Eine logistische Herausforderung. Erst Brixen, dann Chur und am Pfingstmontag der Auftritt in Feldkirch.

Um was geht es genau? Um das Gemeinschaftskonzert dreier Jugendchöre aus Vorarlberg, Südtirol und Brixen. Unter dem Motto „Im Einklang“ findet das Konzert am 25. Mai 15 Uhr im Montforthaus in Feldkirch statt. Die Chöre werden zunächst getrennt voneinander auf der Bühne stehen und im Anschluss gemeinsam die Stimmgewalt aller rund 170 Sängerinnen und Sänger präsentieren. Die Liederpalette reicht dabei von Werken von Felix Mendelssohn bis Billie Eilish.

Die Chance auf Konzertkarten ist dieses Jahr tatsächlich ungewöhnlich gut. Oft sind die Konzerte vom Landesjugendchor Voices schon zwei Monate im Voraus ausverkauft. Vielleicht sind dieses Jahr aufgrund der Pfingstferien viele schon anderweitig verplant?
Für Unentschlossene noch ein Tipp: Wer vorm Konzertbesuch einen kleinen Eindruck der Chöre gewinnen möchte, findet eine Sammlung an Musikvideos auf YouTube.

Essen bildet

Von Kulinarik bis Festival – der VN-Überblick für die kommenden Tage
Andreas Scalet ist Leiter der VN-Wirtschaftsredaktion und immer neugierig, wenn Menschen unserer ­Ernährung und Produktion neue Impulse geben.

Im Bildungshaus St. Argobast in Götzis ist heute und morgen (22. und 23. Mai 2026) angerichtet. Die zweite Auflage des Food Campus Arbogast zeigt, was in Vorarlberg alles angebaut wird, was findige und engagierte Menschen daraus machen und natürlich wird es neben vielen „Probiererle“ auch ausgesuchte Köstlichkeiten geben.

Was wegfällt: Die Beteiligten – allesamt kuratiert und eingeladen von den Veranstaltern – neben St. Arbogast sind das St. Arbogast der Vorarlberg Tourismus und Slow Food Vorarlberg – laden zum Verkosten und zum Gespräch, verkaufen nichts, sondern suchen das Gespräch und die Meinung der Besucher. Das gilt auch für die weiteren Highlights an diesen beiden Tagen – den Campus-Gesprächen mit 30 interessanten Menschen, die über ihren Zugang zum guten Essen und Trinken philosophieren oder den Expertinnen und Experten in den Geschmackslabors. Dass dabei viel zu erfahren ist, zeigte bereits das letzte Jahr – und auch wird man sich zweifelsohne in Sachen und Essen, dem Auftrag des Bildungshauses entsprechend, auf angenehme Weise weiterbilden.

Ein unbedingtes Muß für Genießerinnen, Hobbyköche, kritische Konsumenten, Schüler, Profis und Produzentinnen. Mahlzeit!

Techno statt Flugzeuge

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Michael Prock ist Leiter der VN-Politikredaktion, Vater einer siebenjährigen Tochter, Fußballer und ein großer Freund der Popkultur. Seinen jeden Freitag erscheinenden Newsletter kann man unter https://www.vol.at/newsletter abonnieren.

Zu welchem Genre fühlen Sie sich hingezogen? Brauchen Sie heiße Gitarrenriffs, bombastische Schlagzeugsolos und gefühlvollen Gesang? Oder mögen Sie es lieber, wenn es so richtig hämmert und wummst, der Bass in all seinen Facetten die Innereien in Wallung versetzt? Falls Sie zur zweiten Kategorie gehören: Dieses Wochenende müssen Sie dafür nicht weit fahren. Dort, wo viele Vorarlbergerinnen und Vorarlberger normalerweise ihren Urlaub starten, geben sich 150 Künstlerinnen und Künstler – vorwiegend DJs – auf acht Bühnen die Ehre. Das Ikarus-Festival lädt zur Ausgabe 2026.

Los geht es am Freitag unter anderem mit Brutalismus 3000 und Paul Kalkbrenner. Den kennt sogar meine Generation noch. Persönlich freue ich mich aber eher auf einen anderen Künstler aus der musikalischen Vorzeit, also aus meiner Zeit: Am Samstag wird sich zeigen, ob Scooter es noch kann. Ebenfalls am Samstag auf der Bühne das absolute Gegenteil in Alter, Geschlecht und Musikrichtung: Ikkimel, die ich nur vom vergangenen Szene-Openair kenne. Am Sonntag darf dann Ski Aggu ran. Kein Techno, keine Gitarre, aber trotzdem irgendwie überall erfolgreich.

Treue Leserinnen und Leser dieser Veranstaltungstipps reiben sich jetzt womöglich die Augen: Das ist doch gar nicht die Musikrichtung vom Prock? Da haben Sie eigentlich recht. Aber das Ikarus hat was. Kleine, schön beleuchtete Bühnen im Wald, verwinkelte Wege, unzählige Stände und natürlich eine spektakuläre Mainstage. Ein idealer Ort also, um auch einmal die andere Seite der Musik kennenzulernen. Vier Wochen bevor beim Southside Offspring übernimmt. Aber das ist eine andere Geschichte.