Das Vorarlberg Museum wird zur Titelseite

Kultur / 05.05.2023 • 16:00 Uhr
Die Fenster des Vorarlberg Museums bilden ein komplexes Ausstellungskonzept.   <span class="copyright">Andreas Marte</span>
Die Fenster des Vorarlberg Museums bilden ein komplexes Ausstellungskonzept. Andreas Marte

Veronika Schubert und das Spiel mit der Sprache.

Bregenz Das Vorarlberg Museum in Bregenz wird von der Künstlerin Veronika Schubert in Szene gesetzt. Die Fassade wird bis zum 29. Oktober 2023 mit Schlagzeilen aus Zeitungen und Zeitschriften gestaltet. Die Installation soll Passanten zum Nachdenken über kulturelle Identität anregen.

Das vorarlberg museum wird von der Künstlerin Veronika Schubert in Szene gesetzt. <span class="copyright">Daniel Furxer (8)</span>
Das vorarlberg museum wird von der Künstlerin Veronika Schubert in Szene gesetzt. Daniel Furxer (8)

Schubert verwendet verschiedene Zeitungsschlagzeilen und behält deren ursprüngliche Typografie bei. Die Fenster des Museums bilden ein komplexes Ausstellungskonzept, das dazu einlädt, das Museum zu umrunden und die Botschaften zu interpretieren.

Schuberts Vorliebe für Sprache begann bereits in der Schulzeit.
Schuberts Vorliebe für Sprache begann bereits in der Schulzeit.

Die Künstlerin beginnt ihre Intervention mit dem Imperativ “Ich bin eine Idee” und spielt bewusst mit dem Subjekt. Das Ich als bewusstes, denkendes Wesen wird in verschiedenen Überschriften überrascht, angeboten oder humorvoll dargestellt. Schließlich verbindet Schubert das Ich mit dem Du und lässt alles im Wir kulminieren.

Über einen QR-Code am Eingang kann ein Einführungsvideo abgerufen werden.
Über einen QR-Code am Eingang kann ein Einführungsvideo abgerufen werden.

Die Installation endet im Innenraum auf dem großen Monitor gegenüber der Empfangstheke mit dem Satz “Hier endet die Fremde”. Veronika Schubert beschreibt das Museum als kommunikativen Ort, der unterschiedliche Emotionen auslöst.

"Ich bin eine Idee."
"Ich bin eine Idee."

Veronika Schuberts Vorliebe für Sprache und die damit verbundene Leidenschaft für Sätze, die sie aus den unterschiedlichsten Medien zusammensetzt, begann bereits in der Schulzeit. Schubert studierte an der Kunstuniversität Linz und ist seither als bildende Künstlerin, Animatorin und Kurzfilmerin tätig. Akribisch sammelt die 1981 geborene und in Lustenau aufgewachsene Künstlerin außergewöhnliche, irritierende oder skurrile Aufmacher.

"Das bin ja ich" von vorne.
"Das bin ja ich" von vorne.

Sie tut dies mit dem Enthusiasmus einer Archivarin und führt alle Arbeitsschritte analog aus: Mit der Schere schneidet sie die favorisierten Titel fein säuberlich aus, versieht sie mit einer Inventarnummer und verpackt ihre Entdeckungen in säurefreie Kartonschachteln.

"Das bin ja ich" von innen.
"Das bin ja ich" von innen.

Aus diesem Fundus sucht sie nach passenden Wortbildern, die sie für ihre Arbeiten themenspezifisch und präzise aufeinander abstimmt. Das ausgewogene Zusammenspiel von Inhalt, Medium und Werkzeug erzeugt beim Betrachter ein Gefühl von Dringlichkeit und Aktualität, begleitet von einem feinen, hintergründigen Humor.

Ausstellung Veronika Schubert
Ausstellung Veronika Schubert

Über einen QR-Code am Eingang kann ein Einführungsvideo abgerufen werden, in dem die Künstlerin über ihre Arbeit spricht.

vorarlberg museum

„Aufmacher“ von 6. Mai bis 29. Oktober 2023