Sinnieren, staunen und Krimi mit starkem Sog

Der Taucher
Mathijs Deen, mareverlag,
320 Seiten
„Der Taucher“ – Mathijs Deen und grübeln an Vorarlberger Plätzen.
Krimi Zwei Worte und das Versprechen, einen eindrücklichen Krimi in Händen zu halten. Das war bei „Der Holländer“ so und ist es auch bei „Der Taucher“. Auch dieses mal spürt der Niederländer Mathijs Deen einmal mehr die Untiefen der menschlichen Seele auf. Und es ist wieder ein rätselhafter Mord, den der Ermittler Liewe Cupido aufklären muss. Das niederländische Bergungsschiff Freyja ist auf der Suche nach einem vermissten Container und stößt auf der Amrumbank überraschend auf ein seit 1950 verschollenes Wrack. Doch dies hat nicht nur Kupfer im Wert von einer Million Euro an Bord, sondern auch eine Leiche. Was auf den ersten Blick wie ein Suizid aussieht, entpuppt sich auf den zweiten Blick als Mord, denn die Handgelenke des Toten sind mit Handschellen am alten Wrack befestigt. Die Schlüssel knapp außer Reich- doch nicht außer Sichtweite.
Techtelmechtel?
Bevor „der Holländer“, wie Cupido genannt wird, zu ermitteln beginnt, kümmert er sich darum, dass er den äußerst anhänglichen Hund namens Vos mitnehmen kann in die Arbeit. Dieser ist dem Nordsee-Kommissar in Band eins zugelaufene. Eine Frau, die einen Bernhardiner hat, ist ohne zu zögern bereit, auf den Hund aufzupassen. Bahnt sich das etwa ein Techtelmechtel an?
Cupido verfügt über ein hervorragendes Gespür für zwischenmenschliche Konflikte und kann Ungereimtheiten riechen wie das Salz in der Luft. Schnell erkennt er Verdachtsmomente. Der Tote, er heißt Jan Matz, hatte seinem Sohn ein falsches Alibi gegeben. Sie seien gemeinsam auf Föhr gewesen. Also geht es auf die schleswig-holsteinische Nordseeinsel, wo Cupido auf einen Wohnungseinbruch stößt. Steht dieser im Zusammenhang mit dem Ermordeten. Und was hat es mit dem Familiendrama in Wilhelmshaven auf sich? Je näher Cupido dem Täter kommt, desto mehr wird er in einen Fall verwickelt, in dem Väter und Söhne versuchen, einander zu beschützen, bis zum Äußersten. Außerdem stößt der Ermittler auch auf Spuren seiner eigenen Vergangenheit, die von dem mysteriösen Tod seines Vaters auf See geprägt ist.
Der Krimi fesselt auf ungewöhnliche Weise. Die ruhige, stimmungsvolle Atmosphäre und der genaue psychologische Blick auf die Figuren machen sowohl „Der Holländer“ als auch „Der Taucher“ unbedingt lesenswert. Hoffentlich kann man noch ein drittes Mal „eintauchen“ in die Welt von Liewe Cupido. CRO
unternehmerin Im neu erschienenen Buch „33 Unternehmerinnen: Dynamisch – mutig – erfolgreich“ werden 33 einzigartige Gründungsgeschichten von erfolgreichen Unternehmerinnen aus Vorarlberg vorgestellt. Die Geschichten sollen als Motivation dienen und Frauen ermutigen, die Hürden und Hindernisse auf dem Weg zur Unternehmensgründung zu überwinden und selbstbewusst den Schritt ins Unternehmertum zu wagen. Das Buch, gestaltet von Tobias Rümmele, wurde von Friederike Hehle herausgegeben.
Die langjährige Unternehmerin studierte Kunstgeschichte und Handelswissenschaften in Wien und Madrid. Nach verschiedenen Stationen in Marketing und Werbung gründete sie 2013 ihre Agentur „historizing“ in Dornbirn. Seither berät sie Unternehmen dabei, ihre Firmengeschichte fundiert zu erforschen, spannend zu erzählen und intelligent für Marketing und Kommunikation zu nutzen. Das Buch bietet eine Vielzahl inspirierender Geschichten von Frauen, die den Weg der Unternehmensgründung gewagt und erfolgreich gemeistert haben. Es bietet Einblicke in verschiedene Branchen und Sektoren, von Technologie und Innovation bis hin zu Kunst und Kultur. Jede Geschichte erzählt von den individuellen Herausforderungen und Erfolgen der Unternehmerinnen, die es geschafft haben, ihr eigenes Unternehmen zu gründen und zu führen. Das Buch ist gespickt mit Fotos, welche die Unternehmerinnen sowie ihre Produkte und Dienstleistungen zeigen. So gibt es neben spannenden Geschichten auch eine bunte Vielfalt an Ideen zu sehen. AMA

33 Unternehmerinnen: Dynamisch – Mutig – Erfolgreich
Friedericke Hehle