Von White Lies über Verifiziert bis Xavier Rudd

Das Poolbar Festival verkündet weitere Acts für das Line-up im Sommer 2026.
Feldkirch Das Poolbar Festival startet mit einer frischen Welle ins neue Jahr. Von britischen Indie-Ikonen über australische Weltmusik bis zu den spannendsten Stimmen aus dem deutschsprachigen Pop- und Hip-Hop-Bereich ist alles dabei.
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White Lies sind eine jener britischen Bands, die sehr früh wussten, welchen Klangraum sie bespielen wollen und ihn seither mit bemerkenswerter Konsequenz verteidigen. Seit ihrem Durchbruch Ende der 2000er-Jahre verbinden Harry McVeigh, Charles Cave und Jack Lawrence-Brown düster schimmernden Post-Punk mit dem Pathos der New-Wave-Ära. Ihre Songs sind geprägt von großen Melodiebögen, markanten Basslinien und einer Stimme, die Melancholie weniger behauptet als verkörpert. Sie kreisen um Einsamkeit, Vergänglichkeit und innere Unruhe, ohne je ins Theatralische zu kippen. Vielmehr entsteht eine eigentümliche Nüchternheit, die dem Pathos Halt gibt. Auch in späteren Alben bleibt diese Haltung spürbar: White Lies variieren ihren Sound behutsam, öffnen ihn für elektronische Texturen, verlieren dabei aber nie den Kern aus den Augen. Gerade diese stilistische Treue macht ihre Musik zeitlos und ihre Konzerte zu dichten, konzentrierten Momenten kollektiver Stimmung.

“FIVA” kehrt nach Vorarlberg zurück und wird mit Bandbesetzung die Poolbar-Bühne rocken. Die Künstlerin steht für Authentizität, gesellschaftskritische Texte und Songs, die herzerwärmend und präzise zugleich sind. Auch “Verifiziert” ist mit von der Partie. Sie kuratierte 2025 gemeinsam mit Paul Buschnegg das Popfest Wien und erreichte Anfang Januar 2026 mit „Mein Zimmer” (feat. Domiziana) Platz eins der FM4-Charts. Sie bringt ihren verträumten „Cloud Pop” nach Feldkirch. Die für den Amadeus Austrian Music Award nominierte Künstlerin bewegt sich zwischen Großstadtgefühl und Coming-of-Age-Momenten.

Mit Anna Grey kommt eine der aufregendsten deutschen Newcomerinnen. Nach Support-Slots für Leony und Kontra K präsentiert sie nun als Headlinerin ihre Songs, die Emotionen, Stärke und Ecken verbinden. Xavier Rudd kehrt nach seinem Auftritt im Rahmen der Poolbar-Festspiele 2023 nach Feldkirch zurück. Der australische Multiinstrumentalist verbindet Roots, Folk, Reggae und Blues zu einer offenen, weit atmenden Musik, in der Didgeridoo, Gitarre und Percussion zu einer gemeinsamen Erzählung verschmelzen. Diese ist geprägt von Erdverbundenheit, Respekt und Verantwortung. Seine Lieder sind geprägt von einer klaren politischen und ökologischen Sensibilität, die sich nicht in Parolen erschöpft, sondern aus persönlicher Überzeugung erwächst und gerade deshalb glaubwürdig bleibt. Seine Konzerte sind eine konzentrierte Begegnung zwischen Künstler und Publikum, getragen von Rhythmus, Stimme und einem stillen, aber beharrlichen Optimismus.

Das Poolbar Festival in Feldkirch wird vom 8. Juli bis zum 16. August 2026 bereits zum 33. Mal „Kultur von Nischen bis Pop“ im Alten Hallenbad und auf der Reichenfeldwiese feiern. Und das in außergewöhnlich schönem Ambiente – nicht nur durch die besondere Lage zwischen Altstadt und wilder Natur, sondern auch durch die jährlich neue, innovative Gestaltung des Geländes im Poolbar Generator, dem Labor für Festivalgestaltung, das jährlich im Februar in Hohenems stattfindet. Von Architektur über Kunst und Grafik bis hin zu Produktdesign, Literatur und Musik: Die im Poolbar Generator von jungen internationalen Talenten entwickelten Konzepte werden bis zum Sommer umgesetzt.
Ab sofort können sich zudem engagierte Menschen für fair bezahlte Sommerjobs beim Poolbar Festival bewerben. Gesucht werden Bademeister, Barkeeper, Stagehands und handwerklich Begabte für den Auf- und Abbau. Informationen und Bewerbung unter poolbar.at.