Das “Haus” aus dem KUB zieht in die Schweiz

Kultur / 23.01.2026 • 13:28 Uhr
Das "Haus" aus dem KUB zieht in die Schweiz
Das bewohnbare, parasitäre Objekt war bis 18. Jänner im KUB zu sehen. Markus Tretter

Weitreichende internationale Resonanz auf die Ausschreibung.

Bregenz Ende 2025 schrieb das Kunsthaus Bregenz international Konzepte zur Nachnutzung des “Hauses” aus der vergangenen Ausstellung aus. Das bewohnbare, parasitäre Objekt war bis 18. Jänner 2026 im KUB zu sehen und soll nun bei City SALTS am Stadtrand von Basel als künstlerische Residenz und Ausstellungsraum weitergenutzt werden. Aus rund 50 Einreichungen wählte eine Jury gemeinsam mit dem/der Künstlerin, dessen/deren Identität geheim bleibt, das Projekt aus. City SALTS ist einer von zwei Standorten des Kunstvereins SALTS in Basel und wird von Benedikt Wyss und Samuel Leuenberger kuratiert.

Im Rahmen der Ausstellung war im dritten Geschoss des Kunsthauses Bregenz ein bewohnbares, parasitäres Objekt installiert – als Einladung zum Bewohnen, Erleben und Weiterdenken. Auf den darunterliegenden Ebenen nahmen architektonische Verkleidungen Bezug auf die Konstruktion des Hauses und spiegelten dessen Aufbau wider.

Das "Haus" aus dem KUB zieht in die Schweiz
Kurator Benedikt Wyss und Architekt Patrick Reuter. Patrick Reuter

Die internationale Resonanz auf die Ausschreibung war groß: Bewerbungen kamen unter anderem aus New York, London, Berlin, Bern und Köln, aus Indien sowie aus Vorarlberg. Die Jury setzte sich aus dem/der beteiligten Künstler/in, dessen/deren Identität anonym bleibt, dem Künstler Bernardo Bader, Architekt und Lehrender an der Akademie der Bildenden Künste München, Karola Kraus, ehemaliger Generaldirektorin des mumok Wien, sowie Lisa Hann, Leiterin des Ausstellungsprojekts im KUB, zusammen.

Das "Haus" aus dem KUB zieht in die Schweiz
City SALTS ist einer von zwei Standorten des Kunstvereins SALTS in Basel. Nicolas Gysin

In ihrer Begründung würdigte die Jury den Beitrag von City SALTS als konsequente Weiterentwicklung des parasitären Prinzips. Das Haus werde als neuer Arbeits- und Lebensraum mit der seit 2009 etablierten ortsspezifischen internationalen Programmatik des Kunstvereins verbunden. Die ganzjährig nutzbare Künstler*innenresidenz füge sich organisch in die bestehenden Ausstellungspavillons ein und ergänze das Ensemble um ein bislang fehlendes Element. Hervorgehoben wurden zudem die Entscheidung, das Haus dauerhaft bewohnbar zu machen, seine landschaftliche Einbettung sowie die kluge Nutzung der vorhandenen Infrastruktur, die das Zusammenspiel von Kunst, Experiment und Öffentlichkeit nachhaltig vertiefe.

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“City SALTS hat sich über die Jahre organisch entwickelt – als wachsendes Ensemble kleiner Ausstellungsräume in einem Garten am Stadtrand von Basel, am Ufer der Birs. Wir freuen uns, dass das Haus Teil dieser lebendigen Struktur wird, in der Kunst, Raum und Begegnung ineinanderfließen. Es fügt sich in unsere Praxis ein, Kunstinstallationen in langfristig nutzbare Gefäße zu überführen, und ergänzt sie um eine lang ersehnte Dimension: den Raum zum Verweilen – als offene Residenz für Künstlerinnen, Kuratorinnen und ihre Gäste”, beschreibt Kurator Benedikt Wyss die Zukunft des Hauses.