Ein ganzes Land im Doppelrohr-Fieber

Kultur / 30.01.2026 • 11:54 Uhr
IMG_2013.jpg
Über 50 Fagottistinnen und Fagottisten folgten der Einladung zum „Fagott-Tag 2026“. Gilbert Hirtz

Der „Fagott-Tag“ begeisterte im Pförtnerhaus der Stella Vorarlberg mehrere Generationen.

Feldkirch Ein Instrument im Rampenlicht: Vor kurzem verwandelte sich die Musikschule Feldkirch und das Pförtnerhaus der Stella Vorarlberg in ein lebendiges Zentrum für Holzbläser. Über 50 Fagottistinnen und Fagottisten folgten der Einladung zum „Fagott-Tag 2026“ und setzten damit ein starkes Zeichen für die musikalische Vielfalt der Region. Dass das Fagott weit mehr ist als nur der „Clown des Orchesters“, bewies die beeindruckende Resonanz auf das Projekt: 55 begeisterte Spielerinnen und Spieler im Alter von 7 bis 71 Jahren kamen zusammen, um gemeinsam zu musizieren, zu lernen und sich zu vernetzen. Initiiert wurde dieses Leuchtturmprojekt von den Studentinnen Lena Marxer, Anja Niederwolfsgruber und Carmen Jochum im Rahmen ihres Fachdidaktik-Unterrichts an der Stella Vorarlberg Privathochschule für Musik unter der Leitung von Dozent Gilbert Hirtz.

Spitzenpädagogik trifft auf Spielfreude

Das Programm bot eine einzigartige Mischung aus pädagogischer Arbeit und gemeinschaftlichem Erleben. Insgesamt 14 Dozentinnen und Dozenten betreuten die Teilnehmenden in Kleingruppen, was eine intensive fachliche Betreuung ermöglichte. Ein besonderer Glanzpunkt war die Mitwirkung von Johanna Bilgeri. Die Solofagottistin der Wiener Symphoniker vermittelte den Teilnehmenden wertvolle künstlerische Einblicke aus der internationalen Orchesterpraxis.
Die inhaltliche Umsetzung des Tages ruhte dabei auf einer vielseitigen konzeptionellen Basis.

IMG_9749.jpg
Gilbert Hirtz

In der intensiven Ensemblearbeit erhielten die Musikerinnen und Musiker neue Impulse für ihr eigenes Spiel, während eine begleitende Fachausstellung die Möglichkeit bot, Instrumente und Zubehör vor Ort zu testen und fachkundige Beratung in Anspruch zu nehmen. Den emotionalen Höhepunkt bildete schließlich das große Fagott-Orchester. Alle 55 Mitwirkenden vereinten sich zu einem beeindruckenden Klangkörper, dessen sonorer Sound das Pförtnerhaus erfüllte.

Ein starkes Netzwerk für die Zukunft

Der Erfolg des Tages ist das Ergebnis einer beispielhaften regionalen Vernetzung. Durch die enge Kooperation mit dem Vorarlberger Musikschulwerk, der Stella Musikhochschule sowie den Blasmusikverbänden aus Vorarlberg und Liechtenstein gelang es, Akteure über Landesgrenzen hinweg zusammenzuführen.
Den feierlichen Abschluss bildete ein öffentliches Konzert, bei dem die am Tag erarbeiteten Werke präsentiert wurden. Dieses Format machte die musikalische Leidenschaft nicht nur für Angehörige, sondern auch für eine breitere Öffentlichkeit erlebbar. Mit dem Fagott-Tag 2026 wurde ein deutliches Zeichen in der Vorarlberger Kulturlandschaft gesetzt und bewiesen, wie viel Potenzial in der Förderung dieses besonderen Instruments steckt.