Lotter Lunch in der CampusVäre

Kultur / 03.02.2026 • 15:10 Uhr
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Am Donnerstag lädt die CampusVäre gemeinsam mit dem Bildungshaus St. Arbogast zum Lotter Lunch. Angela Lamprecht

Über den Wert von Kreativwirtschaft in Zeiten von Künstlicher Intelligenz mit Wolf Lotter.

Dornbirn Wenn über Künstliche Intelligenz gesprochen wird, geschieht das oft im Modus der Beschleunigung: effizienter, schneller, skalierbarer. Der Lotter Lunch in der CampusVäre setzt bewusst einen anderen Akzent. Am Donnerstag, 5. Februar 2026, lädt die CampusVäre gemeinsam mit dem Bildungshaus St. Arbogast erneut an die lange Tafel in Dornbirn zu Suppe, Ofenkartoffeln und einem konzentrierten Gespräch über das Verhältnis von künstlicher und natürlicher Intelligenz, über Haltung, Kreativität und die Bedeutung analoger Begegnungen in einer digital getriebenen Gegenwart. Die Teilnahme kostet 40 Euro pro Person und umfasst die inhaltlichen Impulse von Wolf Lotter ebenso wie Suppe, Hauptspeise, Kuchen und Getränke. Informationen zur Veranstaltung sowie zur Anmeldung finden sich unter www.c-i-v.at.

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Wolf Lotter ist Autor, Essayist, Speaker und Mitbegründer des Wirtschaftsmagazins brand eins. Angela Lamprecht

Nach der Premiere 2024 kehrt Wolf Lotter nach Vorarlberg zurück. Der Autor, Essayist, Speaker und Mitbegründer des Wirtschaftsmagazins brand eins eröffnet den Lunch unter dem Titel „Impulse für natürliche Intelligenz“ beim Stehempfang mit warmer Suppe und mit Denkanstößen, die weniger auf technische Möglichkeiten zielen als auf kulturelle und gesellschaftliche Fragen. Ausgangspunkt ist sein jüngstes Buch Digital Erwachsen, eine Streitschrift für einen souveränen, reflektierten Umgang mit digitalen Werkzeugen und Künstlicher Intelligenz.

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„Der enorme Hype um Künstliche Intelligenz sollte uns daran erinnern, dass das Künstliche immer eine Kopie des Menschlichen ist“, sagt Lotter. Entscheidend sei nicht, was Maschinen künftig können, sondern wie erwachsen Menschen mit den Werkzeugen umgehen, die sie selbst geschaffen haben – und mit ihrem eigenen Verstand, ihrer Persönlichkeit, ihrer Verantwortung. KI erscheint bei Lotter weniger als Heilsversprechen oder Bedrohung, sondern als Prüfstein für gesellschaftliche Reife.

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An der langen Tafel wird diese Perspektive weitergeführt. Die Teilnehmenden diskutieren über „die heiße Kartoffel“ KI, über Räume für echte Begegnungen und darüber, warum Kreativität mehr braucht als Algorithmen: Zeit, Widerspruch, Dialog, physische Nähe. Begleitet wird der Lunch von kulinarischen Beiträgen von SPUDS – die Grumprarei – sowie von kurzen Inputs der Digitalen Initiativen, die den digitalen Aspekt bewusst ergänzend, nicht dominierend einbringen.

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Auch Bettina Steindl, Geschäftsführerin der CampusVäre, betont die besondere Relevanz des Formats. Die CampusVäre verstehe sich als Werkstatt zur Entwicklung der Zukunft, sagt sie. Der Lotter Lunch schaffe einen Raum, in dem innovatives Denken, Zuhören und gemeinsames Ringen um Haltung möglich seien, jenseits von Buzzwords und reinem Effizienzdenken. Gerade für die Kreativwirtschaft, die in Vorarlberg zunehmend an Bedeutung gewinnt, sei dieser Austausch zentral.

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Das Publikum ist bewusst breit angelegt: Menschen aus Wirtschaft, Kreativwirtschaft, Bildung, Verwaltung sowie interessierte Einzelpersonen. Um einen intensiven Austausch zu ermöglichen, ist die Teilnehmerzahl auf 50 begrenzt.

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Der Lotter Lunch bildet zugleich den Auftakt zu einem weiteren Programmpunkt am selben Tag. Am Abend laden das Bildungshaus St. Arbogast und Wolf Lotter nach Götzis zur Buchpräsentation und zum Talk. Nach einem Impulsvortrag diskutiert Lotter dort mit der Hochschulprofessorin und Bildungswissenschaftlerin Helga Kohler-Spiegel sowie dem Unternehmer Hubert Rhomberg. Moderiert wird der Abend von Bettina Steindl.

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Die Wahl des Ortes ist dabei mehr als Kulisse. Die CampusVäre, untergebracht in den ehemaligen Industriehallen der F. M. Hämmerle-Weberei im Zentrum von Dornbirn, vereint auf 12.000 Quadratmetern Ateliers, Werkstätten, Ausstellungsräume und das einzige Materialteillager Westösterreichs. Mit der Transformation von Halle 4 entsteht bis Mitte 2026 das größte Zentrum für Innovation, Kreativwirtschaft, Kunst und Kultur in der Region – ermöglicht durch die Stadt Dornbirn und das Land Vorarlberg. Der Lotter Lunch fügt sich damit schlüssig in einen Ort ein, an dem Zukunft nicht nur gedacht, sondern gemeinsam verhandelt wird.