Cosmó löst den “Tanzschein” für Österreich

Kultur / 22.02.2026 • 10:23 Uhr
Cosmó löst den "Tanzschein" für Österreich
Mit “Tanzschein”, thematisch angesiedelt zwischen Rian und Bilderbuch, setzte sich somit eine von sechs deutschsprachigen Nummern im Tournament durch.ORF

Mit der Elektro-Tanznummer “Tanzschein” wird Cosmó die rot-weiß-rote Fahne im großen Finale des Song Contests in Wien tragen.

Wien Der 19-jährige Cosmó vertritt Österreich beim 70. Eurovision Song Contest von Wien. Der Wahlwiener setzte sich am Freitagabend in der ORF-Show “Vienna Calling” gegen elf Konkurrenten durch. Mit der Elektro-Tanznummer “Tanzschein” wird Cosmó nun die rot-weiß-rote Fahne im großen Finale des größten Musikbewerbs am 16. Mai in der Wiener Stadthalle tragen.

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Nach drei Stunden stand fest, dass Cosmó die Mehrheit aus der Kombination der Stimmen von Publikum und einer Expertenjury auf sich vereinen konnte. Die Jury hatte den Sänger noch mit 10 Punkten auf Platz 2 gesetzt, das Publikum sah den künftigen ESC-Vertreter aber auf Platz 1, was am Ende für den Gesamtsieg reichte. Je 50 Prozent des Endergebnisses setzten sich aus dem Votum der Fachleute und der Fernsehzuschauer zusammen. Laut ORF waren bei der Show durchschnittlich 457.000 Zuseherinnen und Zuseher dabei (Marktanteil: 20 Prozent), beim Voting 470.000 (30 Prozent Marktanteil) und bei der Party im Durchschnitt 258.000 (Marktanteil von 20 Prozent).

Auf Platz 2 war am Ende die 23-jährige Tirolerin Lena Schaur als Siegerin der Jurywertung gekommen, nachdem das Publikum ihr Platz 3 zugesprochen hatte. Bamlak Werner aus Kärnten, die von der Jury nur 4 Punkte erhalten hatte, stieg beim Publikum hingegen mit einem 2. Platz aus und kam in der Endwertung somit aufs Stockerl.

Cosmó löst den "Tanzschein" für Österreich
“Ich habe den Song für meine Mama geschrieben”, verriet Cosmó nach der Verkündung des Ergebnisses. ORF

Der in Budapest geborene Cosmó, der eine ungarische Mutter und einen deutschen Vater hat, nimmt die nun mit seinem Sieg verbundene Ehre, Österreich international zu vertreten, durchaus ernst, wie er nach der TV-Show vor den Medien augenzwinkernd klarstellte: “Ich sehe es als zweiten Zivildienst.” Allerdings gelte nach dem ersten bei der Caritas nun wohl zweifelsohne: “Der ist jetzt schon ein krasserer.”

Mit “Tanzschein”, thematisch angesiedelt zwischen Rian und Bilderbuch, setzte sich somit eine von sechs deutschsprachigen Nummern im Tournament durch. Damit wird Cosmó nun im Finale am 16. Mai in der Wiener Stadthalle auflaufen – hat Österreich doch nach dem Sieg von JJ in Basel 2025 mit “Wasted Love” als Gastgeberland einen Fixplatz und muss mit 24 weiteren Nationen um den Titel kämpfen. “Ich habe den Song für meine Mama geschrieben”, verriet Cosmó nach der Verkündung des Ergebnisses. Und er habe mit der Frau Mutter auch schon dazu in der heimischen Küche getanzt. Das sollte also ein gutes Omen sein.

Cosmó löst den "Tanzschein" für Österreich
Beim ESC-Vorentscheid landete Cosmó auch in der Jurybewertung mit Platz zwei auf dem Stockerl. ORF

ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz zeigte sich jedenfalls zufrieden mit der Abstimmung: “Wenn die Mehrheit etwas entscheidet, ist das super, denn dann hat es funktioniert. […] Es muss vor dem Fernseher zucken – und in dem Fall hat einiges gezuckt.” Aber klarerweise stünden für den erst 19-jährigen Cosmó nun einige Monate bevor, die er jetzt in der Intensität gar nicht überblicken könne: “Er wird sich manchmal anscheißen dazwischen.”

Cosmó löst den "Tanzschein" für Österreich
“Ich sehe es als zweiten Zivildienst”, sagte Cosmó. ORF

Dem Trubel enthoben waren ob der unerwarteten Schneemassen einige der ursprünglich als Kommentatoren in der von Alice Tummler und César Sampson moderierten Show vorgesehenen Stars. Luca Hänni und Elton mussten ihre Teilnahme absagen. Für sie sprangen neben Kabarettistin Caroline Athanasiadis Eric Papilaya und der amtierende ESC-König JJ ein. Letzterer nutzte das Forum auch gleich zur Präsentation seines neuen Songs “Shapeshifter”.

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