Bludenz startet in das Kulturjahr

Kultur / 20.03.2026 • 10:00 Uhr
Bludenz startet in das Kulturjahr
Der legendäre Gitarrist Harri Stojka tritt mit seinem Programm „Acoustic Drive“ in Bludenz auf. APA/KLAUS TITZER

Das Programm soll möglichst alle Altersgruppen und Interessen ansprechen.

Bludenz Das Kulturjahr 2026 in Bludenz präsentiert sich mit einem breit gefächerten Programm, das sich über das gesamte Jahr erstreckt und unterschiedliche Zielgruppen anspricht. Die Kulturabteilung der Stadt setzt dabei auf eine ausgewogene Mischung aus Musik, Theater, Literatur, Kabarett sowie Veranstaltungen für Kinder und Familien. Damit wird ein kontinuierliches kulturelles Angebot in der Alpenstadt geschaffen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Formaten für junge Besucherinnen und Besucher. So richtet sich die Pfiffikus-Kleinkinderkonzertreihe beispielsweise an Kinder im Alter von null bis drei Jahren. An vier Terminen stehen interaktive Musikerlebnisse im Mittelpunkt, die einen frühen Zugang zur Musik ermöglichen. Darüber hinaus umfasst das Programm eine Reihe von Kinder- und Familientheaterproduktionen. Dazu zählen das Kinderkonzert „Turbo Thilda“, das Theaterstück „Die Froschkönigin“, das Figuren- und Klangtheater „Hex-Agon“ und „Rosi in der Geisterbahn“. Diese Produktionen verbinden Unterhaltung mit künstlerischer Vermittlung und sprechen unterschiedliche Altersstufen an.

Auch im Bereich Musik bietet das Kulturjahr 2026 eine große stilistische Bandbreite. Das Programm reicht von solistischen Formaten über klassische Orchesterkonzerte bis hin zu Big-Band-Arrangements. Ein Höhepunkt im Frühjahr ist der Auftritt des international anerkannten Gitarristen Harri Stojka mit seinem Programm „Acoustic Drive“, das dem Genre der Weltmusik zuzuordnen ist. Ebenso macht das Symphonieorchester Vorarlberg in Bludenz Station und tritt auf dem Remise-Vorplatz auf. Im Herbst sorgt die Bludenz Big Band Union mit swingenden Klangbildern für musikalische Akzente, während das Blechbläserensemble Sonus Brass einen Konzertabend in der Remise gestaltet.

Bludenz startet in das Kulturjahr
Das Blechbläserensemble Sonus Brass gibt ein Konzert in der Remise.Sonus Brass Ensemble

Ein zentraler Fixpunkt im Jahresprogramm ist das mehrtägige Jazz-&-Groove-Festival im November. Es bringt nationale und internationale Musiker nach Bludenz und etabliert die Stadt für mehrere Tage als Treffpunkt der Jazzszene. Das Festival erweitert das musikalische Spektrum und ergänzt die regulären Konzertformate um improvisationsorientierte Programme.

Im Bereich Kabarett, Theater und Literatur wird das Angebot durch eine Vielzahl von Produktionen ergänzt, die unterschiedliche thematische Zugänge eröffnen. Kabarettisten wie Markus Linder präsentieren ihre aktuellen Programme auf der Bühne der Remise. Die Theaterproduktion „Engel der Dämmerung” widmet sich der Lebensgeschichte von Marlene Dietrich, während „Hirschfelds Go to Izmir” die Emigration einer jüdischen Familie aus Vorarlberg thematisiert. Lesungen mit Autorinnen und Autoren erweitern das literarische Angebot. So tritt Reinhold Bilgeri mit eigenen Texten auf und der Psychiater und Autor Reinhard Haller gibt Einblicke in gesellschaftliche und psychologische Fragestellungen.

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Neben den Eigenveranstaltungen spielen Kooperationen eine wesentliche Rolle. So gestalten das städtische Archiv und Museum sowie der Geschichtsverein Region Bludenz mit Formaten wie dem Stadtlabor, der Sommerausstellung in der Remise und der „ORF Langen Nacht der Museen“ zentrale Programmpunkte. Weitere Kooperationen bestehen mit dem Jüdischen Museum Hohenems, der Volkshochschule und der Musikschule Bludenz. Eine tragende Rolle nimmt der Verein allerArt mit seinem Ganzjahresprogramm in der Remise ein, das kontinuierlich Impulse setzt.

Das Kulturjahr wird durch Veranstaltungen wie das internationale ALPINALE Kurzfilmfestival ergänzt, das Filmschaffende aus aller Welt nach Bludenz bringt und aktuelle Themen aufgreift.