Star Trek, Heavy-Metal und ins All

Kultur / 20.03.2026 • 13:57 Uhr
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Der gebürtige Kanadier William Shatner denkt noch lange nicht ans Aufhören. JOSH EDELSON / AFP

“Captain Kirk” William Shatner feiert am Sonntag seinen 95. Geburtstag.

Los Angeles Zusammen mit seiner unerschrockenen Mannschaft vom Raumschiff Enterprise wagte er sich in der legendären Science-Fiction-Serie zu fernen Galaxien und in fremde Welten. Mutig dorthin zu gehen, wo zuvor noch niemand war – so lautete das Motto, das Captain Kirk im Vorspann der Folgen von der Original-Serie mit markanter Stimme vortrug. Shatner, der am 22. März seinen 95. Geburtstag feiert, kündigte vor wenigen Wochen an, sich als Heavy-Metal-Musiker versuchen zu wollen. Noch in diesem Jahr werde er ein Album herausbringen. Darauf sollen Coverversionen “von Legenden wie Black Sabbath, Iron Maiden und Judas Priest – und einige Originale,” zu hören sein. “Ich habe den Weltraum erforscht. Ich habe die Zeit erforscht. Nun… erforsche ich die Verzerrung,” schrieb Shatner in einem Social-Media-Post. “Mit 94 Jahren wird man nicht langsamer. Man dreht die Lautstärke auf.” Auch sein jüngster Auftritt in einem Werbespot beim Super Bowl im Februar dürfte sich für Shatner gelohnt haben. In der Reklame für ein Frühstücks-Müsli wirbt er witzig für eine ballaststoffreiche, verdauungsfördernde Ernährung.

Auch sonst denkt der Schauspieler nicht ans Aufhören. Im April geht er in mehreren US-Bundesstaaten mit “Star Trek II: Der Zorn des Khan” auf Tour. Nach der Vorführung will der Schauspieler über sein Leben und seine lange Karriere sprechen. Mit einem Ausflug ins All an Bord eines Raumschiffs von Amazon-Gründer Jeff Bezos macht Shatner 2021 als damals ältester All-Ausflügler Schlagzeilen. “Es war unbeschreiblich”, sagt er unter Tränen nach seiner Rückkehr. “Diese Erfahrung hat mich so bewegt. Ich bin so voller Emotionen. Ich bin überwältigt, ich hatte ja keine Ahnung.”

Damit konnte Shatner zumindest einen kleinen Blick in die in der Science-Fiction-Serie “Star Trek” immer wieder zitierten “unendlichen Weiten” des Weltraums werfen – und der habe einen bleibenden, fast schon ein wenig verstörenden Eindruck hinterlassen, sagte Shatner. “Es war anders, als es immer beschrieben wird, und anders als alles, was ich je gesehen oder erlebt habe. Es ist so enorm und so schnell und geht um die Plötzlichkeit von Leben und Tod. Man sieht dort draußen nur Schwarz – und auf der Erde sieht man Blau und Licht. Was ich wirklich jedem sagen will, ist, wie gefährdet und zerbrechlich alles ist – es gibt nur diese dünne Schicht von Atmosphäre, die uns am Leben hält.”