Gemälde von Renoir, Cézanne und Matisse gestohlen

Werke von Pierre-Auguste Renoir, Paul Cézanne und Henri Matisse.
Parma Diebe haben drei wertvolle Kunstwerke von Pierre-Auguste Renoir, Paul Cézanne und Henri Matisse im Wert von etwa neun Millionen Euro aus einem Museum in Italien gestohlen. Der Diebstahl in dem Museum der Fondazione Magnani-Rocca in der Nähe von Parma ereignete sich bereits vor gut einer Woche, wie Medien unter Berufung auf die Polizei berichteten.
Parma. Der Einbruch in das Museum geschah mitten in der Nacht, wie lokale Medien berichteten. Die Diebe brachen demnach auf dem Anwesen ein Eingangstor auf, um ins Innere des Museums zu kommen. Ihnen gelang es den Berichten zufolge, in weniger als drei Minuten die Gemälde zu entwenden und über die Gärten des Museums zu entkommen. Die Carabinieri ermitteln.
Organisierte Aktion in weniger als drei Minuten
Von der Fondazione Magnani-Rocca hieß es in einer Mitteilung, die Täter hätten “nicht spontan, sondern in einem strukturierten und organisierten Rahmen” gehandelt. Bei den gestohlenen Kunstwerken handelt es sich italienischen Medienberichten zufolge um “Les Poissons” (Die Fische) von Pierre-Auguste Renoir, “Tasse et Plat de Cerises” (Tasse und Teller mit Kirschen) von Paul Cézanne und “Odalisque sur la Terasse” (Odaliske auf der Terasse) von Henri Matisse. Der Gesamtwert wird auf etwa neun Millionen Euro geschätzt.
Pierre-Auguste Renoir (1841–1919) war einer der zentralen Vertreter des Impressionismus und widmete sich mit leuchtender Farbigkeit und weichen Formen vor allem Szenen des Pariser Lebens und des menschlichen Miteinanders. Seine Werke strahlen eine heitere Sinnlichkeit aus und machten ihn zu einem der bekanntesten Maler seiner Epoche. Paul Cézanne (1839–1906) gilt als Wegbereiter der modernen Kunst. Er löste sich zunehmend vom impressionistischen Stil und suchte nach einer strukturellen Ordnung in der Natur. Seine Stillleben und Landschaften zeigen eine neue, konstruktive Auffassung von Form und Raum und beeinflussten spätere Strömungen wie den Kubismus. Henri Matisse (1869–1954) schließlich führte die Befreiung der Farbe weiter. Als Hauptvertreter des Fauvismus setzte er auf intensive, oft ungemischte Farben und vereinfachte Formen. Seine Kunst feiert Licht, Ornament und Ausdruck und öffnete den Weg für zahlreiche avantgardistische Entwicklungen des 20. Jahrhunderts.