Ein sehr kreatives „Leiseblühen“

Leonie Riedmann ist mit 20 schon auf guten literarischen Wegen unterwegs.
Lauterach Ihre Leidenschaft ist die Literatur, die Poesie, ist das Schreiben von Gedichten, Bühnenstücken und Büchern. Mit gerade einmal 20 hat Leonie Riedmann schon ein Buch verlegt und bewies bei Landes- und Bundesredewettbewerben sowie Poetry Slam-Veranstaltungen ihre Kreativität. Die junge Dornbirnerin wälzt bereits Ideen für ein zweites Buch, arbeitet gleichzeitig aber auch an einem Theaterstück. Das Literaturhaus Hohenems und der Verein Literatur Vorarlberg haben junge Autorinnen und Autoren eingeladen, ein Schauspiel zu kreieren. In jenem von Leonie werden Kinder und Jugendliche die Hauptakteure sein. Mit ihren Texten möchte sie die Welt im Kleinen ein bisschen zum Besseren verändern. „Das sollte jeder versuchen“, wünscht sich Leonie.

Aktuell fließen Worte und Gedanken allerdings nur eingeschränkt durch ihre literarische Ader. Leonie Riedmann bereitet sich auf die Matura vor, die im Mai startet. Deshalb heißt es jetzt erst einmal, den Kopf in Lehrbücher stecken. Die Liebe zu allem, was nach Buchstaben aussah entdeckte Leonie schon früh. „Kein Kinder- und Jugendbuch war vor mir sicher. Ich habe alles gelesen, was mir untergekommen ist“, erzählt sie munter Von Zurückhaltung, die sie sonst umgibt, ist nichts mehr zu spüren. Leonie berichtet vom ersten Schritt hinein in das dichterische Arbeiten, der in der HLW im Institut St. Josef, die sie derzeit besucht, seinen Anfang nahm. Ein Religionslehrer hatte gefragt, wer Gedichte machen möchte. Leonie lieferte ab und erhielt dafür den Tipp, sich an Ines Strohmaier von Literatur Vorarlberg zu wenden, die Workshops für die „Junge Szene“ organisiert. Das war vor zwei Jahren. Seitdem nützt Leonie Riedmann jede Gelegenheit, Gedanken in fantasievolle Worte zu kleiden.
Hochdeutsch und Dialekt
Ihr erstes Buch, das sie mit 18 über Story.one verlegte (kann dort auch bestellt werden), trägt den Titel „Seifenblasengedanken“. Leonie ließ Liebesgedichte ebenso einfließen, wie Alltagsgefühle. Das zweite Buch soll im Herbst fertig sein und in sieben Kapiteln vom Leben einer Woche erzählen. Leonie Riedmann verfasst ihre Texte in Hochdeutsch sowie im Dialekt. „Der ist herzlicher“, flicht sie mit einem Lächeln ein. Immer trägt das Geschriebene jedoch autobiografische Züge. Die finden sich vor allem in ihren Gedichten. „Veilchenherz“ beispielsweise ist Menschen gewidmet, die sie, der das Leben nicht immer wohlgesonnen war, stützen und tragen. „Ich bin ein Leiseblühen“, beschreibt sich Leonie darin selbst. Doch verstecken will sie sich nicht. „Den Mutigen gehört die Welt“, sagt sie bestimmt. Die Ihrige soll nach der Matura jene der Literatur bzw. des Theaters sein. VN-MM