Vorarlberger Tanzgruppe Zurcaroh tritt im ESC-Halbfinale auf

Von der Töbelehalle auf die ESC-Bühne: Die Tanz- und Akrobatikgruppe Zurcaroh aus Götzis tritt im Halbfinale vor Millionenpublikum auf.
Wenn beim Eurovision Song Contest die ganze Welt auf Wien blickt, ist auch ein Stück Vorarlberg dabei: Die Tanz- und Akrobatikgruppe Zurcaroh tritt beim ersten Halbfinale live im Fernsehen auf. Die Götzner sind längst über die Landesgrenzen hinaus bekannt – jetzt tanzen sie wieder einmal auf einer der größten Bühnen der Welt.

Vergangenen Winter klopfte der Eurovision Song Contest bei Zurcaroh an: “Weil der ESC heuer in Österreich ist, fanden sie es cool, wenn auch eine österreichische Gruppe auftritt”, erzählt Marie Hoch (26) aus Götzis, die seit ihrem zehnten Lebensjahr bei Zurcaroh dabei ist. Für sie fügen sich der Song Contest und die Mentalität von Zurcaroh zusammen: “Das ESC-Motto ‚United by Music‘ passt irgendwie perfekt zu dem, was wir machen.”

Aus Götzis in die Welt
Gegründet wurde Zurcaroh von Trainer und Choreograf Peterson da Cruz Hora, der die Gruppe zu internationaler Bekanntheit geführt hat. Mit Auftritten bei der Helene-Fischer-Show, in den USA bei America’s Got Talent und bei großen Casting- und Galaformaten hat die Gruppe bereits jede Menge TV-Erfahrung gesammelt.
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Beim ESC werden 50 Tänzer:innen und Akrobat:innen auf der Bühne stehen – das jüngste Mitglied von Zurcaroh ist dabei erst sechs Jahre alt.
“Die Bühne ist schon eine der krassesten, auf denen wir je aufgetreten sind – das macht es doch noch ein bisschen aufregender.”
Marie Hoch
Seit Jänner trainiert und probt die Gruppe für den ESC, nach wie vor in der Töbelehalle in Götzis. Die Choreografie entsteht dabei auf die für Zurcaroh typische Weise Schritt für Schritt: Peterson lässt sich von der Musik inspirieren und entwickelt die Bewegungen direkt im Training gemeinsam mit der Gruppe. “Er zeigt uns Bewegungen, die er gerade fühlt, schaut, wie es bei uns ausschaut, und dann fällt ihm mehr ein”, beschreibt Hoch den Prozess. Seit Mitte April steht die finale Choreografie, am Wochenende wurde zum ersten Mal in der Stadthalle geprobt.

Österreichische Tradition trifft Gegenwart
Was das Publikum nächste Woche Dienstag am Ende des Halbfinales zu sehen bekommt, kann Hoch im Gespräch mit den VN noch nicht verraten. Nur so viel: “Es wird spektakulär. Wir haben fantastische Kostüme, unglaublich starken Tanz und vor allem atemberaubende Akrobatik.” Thematisch verbinde der Auftritt österreichische Traditionen mit der Gegenwart. Besonders freut sich die Gruppe, dass Trainer Peterson dieses Mal selbst mit auf der Bühne steht. “Wenn wir alle zusammen auf der Bühne sind, ist das immer etwas ganz Besonderes.”
Aufregung? Eher Vorfreude
Der Eurovision Song Contest zählt zu den größten TV-Events der Welt. Jährlich verfolgen ihn über 160 Millionen Menschen in mehr als 40 Ländern. Nervosität kennt die bühnenerfahrene Gruppe dennoch kaum. Hoch beobachtet das vor allem bei den jüngsten Mitgliedern: “Die sind fokussiert und ruhig, aber man merkt richtig, dass sie sich freuen. Es ist keine Angst, sondern pure Begeisterung.” Aber: “Die Bühne ist schon eine der krassesten, auf denen wir je aufgetreten sind – das macht es doch noch ein bisschen aufregender.” LEN
Das ESC-Halbfinale mit Zurcaroh ist am Dienstag, 12. Mai, live im TV zu sehen. Der Auftritt der Vorarlberger Tanz- und Akrobatikgruppe bildet den Abschluss der Show gegen 22.45 Uhr.