Drei Dirigenten eröffnen neue Klangperspektiven

Windwerk, das sinfonische Blasorchester in der Kulturbühne Ambach in Götzis.
Götzis Drei Dirigenten, ein Orchester, viele Perspektiven: Unter dem Titel „Wind Perspectives“ ist “Windwerk”, das sinfonische Blasorchester, am Freitag, 22. Mai, um 20 Uhr in der Kulturbühne Ambach in Götzis zu erleben. Der Abend verspricht eine Begegnung unterschiedlicher künstlerischer Handschriften, die sich im Klangraum eines ambitionierten Orchesters bündeln.
Im Mittelpunkt stehen Jakob Augschöll, Daniel Muck und Daniel Niederegger, drei Musiker, die an diesem Abend den künstlerischen Abschluss ihres Masterstudiums für Blasorchesterleitung am Konservatorium „Claudio Monteverdi“ in Bozen gestalten. Gemeinsam mit dem Orchester entfalten sie ein Programm, das die Ausdrucksmöglichkeiten sinfonischer Blasmusik auslotet und zwischen Uraufführungen, Bearbeitungen und Klangbildern ein vielschichtiges Panorama eröffnet.

Dass drei Dirigenten auf ein Orchester treffen, ist mehr als eine formale Besonderheit. Es ist die eigentliche Idee dieses Abends. Jakob Augschöll bringt als Südtiroler Komponist, Dirigent und Musikpädagoge seine Nähe zu Blasorchester, Chor und Musikvermittlung ein. Daniel Muck, international tätiger Komponist, Dirigent und Hochschuldozent aus Österreich, steht für Erfahrung und einen offenen Blick auf zeitgenössische Klangsprachen. Daniel Niederegger zählt zu den profilierten Südtiroler Dirigenten seiner Generation und leitet mehrere Orchester und Auswahlensembles. In ihrer Unterschiedlichkeit verbindet sie ein Verständnis von Musik, das Substanz, Neugier und Verantwortung zusammenführt.
Gerade darin zeigt sich auch das Profil von “Windwerk”. Das sinfonische Blasorchester steht für künstlerische Qualität, für einen besonderen Klang und für eine Arbeitsweise, die auf exzellenter Vorbereitung, Probenkultur und Teamgeist beruht. Innovation wird hier nicht als Schlagwort verstanden, sondern als Haltung, die sich in der Programmgestaltung ebenso zeigt wie in der Musikvermittlung und in der Zusammenarbeit über Grenzen hinweg.
Uraufführungen auf hohem Niveau
Seit mehr als 20 Jahren prägt Thomas Ludescher das Orchester künstlerisch und organisatorisch. Unter seiner Leitung hat das Vorarlberger Orchester durch Konzerttourneen nach China und Spanien sowie durch höchste Auszeichnungen bei internationalen Wettbewerben Anerkennung über die Region hinaus erfahren. Zugleich blieb der Klangkörper seinen Wurzeln verbunden. Musikerinnen und Musiker aus der Vierländerregion prägen seinen Ton ebenso wie die enge Verbindung zur heimischen Blasmusikszene.
Von Anfang an verstand sich “Windwerk” als Plattform für junge Bläserinnen, Bläser und Schlagwerker. Sie finden hier ein Umfeld, in dem sie anspruchsvolle Werke, selten dargebotene Literatur und Uraufführungen auf hohem Niveau erarbeiten können. Auch professionelle Künstlerinnen und Künstler schätzen die Möglichkeit, in dieser Besetzung Neues zu erproben, sei es in Verbindung mit Schauspiel, Stimme, Video, Film und Tanz oder in der Entwicklung neuer Formate.
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Dazu gehören Projekte zur Förderung des musikalischen Nachwuchses, etwa „Crossing the Winds Feldkirch“, der Internationale Arrangement-Wettbewerb, Orchestercamps und das Wind.Lab.