“Die positiven Entwicklungen am Landestheater dürfen jetzt nicht in Vergessenheit geraten”

Die TheaterFreund:innen des Vorarlberger Landestheaters würdigen das große Engagement von Stephanie Gräve für das Theater und für junges Publikum.
Bregenz Die Freistellung von Landestheater-Intendantin Stephanie Gräve sorgt weiter für Reaktionen. Gegenüber den VN haben sich nun auch die Theaterfreundinnen und Theaterfreunde des Vorarlberger Landestheaters mit Präsidentin Elisabeth Türk-Saggel zu Wort gemeldet. Der Verein zeigt sich besorgt über die jüngsten Entwicklungen zwischen Intendanz und Vorarlberger Kulturhäuser-Betriebsgesellschaft (KuGes).
Gräve war am Dienstag mit sofortiger Wirkung von ihren Aufgaben entbunden worden. Die KuGes begründete den Schritt mit einem zerstörten Vertrauensverhältnis. Vorausgegangen war eine Anzeige Gräves gegen KuGes-Geschäftsführerin Monika Wagner wegen des Verdachts der Urkundenfälschung. Konkret geht es um die Verwendung von Gräves digitaler Unterschrift auf einem Dienstvertrag einer Mitarbeiterin.

Der Verein der TheaterFreund:innen bedaure “die Eskalation des Konflikts zwischen Intendanz und KuGes sehr”, teilte der Verein gegenüber den VN mit. In dieser Situation könnten die zahlreichen positiven Entwicklungen der letzten Jahre im Vorarlberger Landestheater vielleicht in Vergessenheit geraten.
Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Iframely angezeigt.
Der Verein unterstützt das Vorarlberger Landestheater seit vielen Jahren und würdigt insbesondere Gräves Arbeit für das Haus und die Kulturszene im Land. “Wir möchten uns bei Stephanie Gräve für alles bedanken, was sie für das Theater und was sie kulturell für die Menschen in unserer Region initiiert hat”, heißt es. Besonders hervorgehoben wird dabei ihr Engagement für junges Publikum. Gräve habe mit großem Einsatz viele junge Menschen für Theater begeistert.
Die Diskussion rund um die Causa hält unterdessen an. Bereits in den vergangenen Tagen hatten SPÖ und Grüne eine rasche und transparente Aufklärung der Vorwürfe gefordert. Wer die Leitung des Vorarlberger Landestheaters interimistisch übernehmen soll, ist weiterhin offen.