Zusammenarbeit mit Stephanie Gräve beendet

Kultur / 23.06.2026 • 17:20 Uhr
Zusammenarbeit mit Stephanie Gräve beendet
Grundlage für die Kündigung ist die Zerrüttung des Vertrauensverhältnisses zwischen Intendantin, Geschäftsführung und Eigentümervertretung.Beate Rhomberg pauschal

Die Kuges macht von seinem vertraglich vereinbarten Kündigungsrecht Gebrauch.

Bregenz Der Aufsichtsrat der Vorarlberger Kulturhäuser Betriebsgesellschaft mbH hat beschlossen, den Vertrag mit Stephanie Gräve als Intendantin des Vorarlberger Landestheaters vorzeitig zu beenden und macht dabei von seinem vertraglich vereinbarten Kündigungsrecht Gebrauch. Grundlage für diese Entscheidung ist die nachhaltige Zerrüttung des Vertrauensverhältnisses zwischen Intendantin, Geschäftsführung und Eigentümervertretung.
Ein Blick zurück: Anfang März informierte der Aufsichtsrat die Intendantin zunächst über die Nichtverlängerung ihres Dienstvertrags in eine dritte Periode ab der Spielzeit 2028/29. Die darauffolgenden Entwicklungen haben aus Sicht des Aufsichtsrates deutlich aufgezeigt, dass die Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht mehr gegeben ist: „Mit der Strafanzeige gegen die Geschäftsführerin der KUGES wurde zudem eine Eskalationsstufe erreicht, die einen gemeinsamen Weg bis Vertragsende unmöglich macht“, so Aufsichtsratsvorsitzende Landesrätin Barbara Schöbi-Fink, und weiter:
„Die Staatsanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren gegen Monika Wagner rasch eingestellt, was unsere Einschätzung der Gesamtsituation bestätigte und zur
Dienstfreistellung Stephanie Gräves geführt hat. Der Aufsichtsrat ist einstimmig zur Überzeugung gelangt, dass die Kündigung zum jetzigen Zeitpunkt notwendig ist, um den Mitarbeitenden Sicherheit und eine Perspektive noch vor Spielzeitende zu geben. Mir ist es aber wichtig nochmals zu unterstreichen, dass wir die Arbeit von Stephanie Gräve in den letzten Jahren geschätzt haben. Sie hat das Vorarlberger Landestheater künstlerisch geprägt und wichtige Impulse gesetzt. Dafür sprechen wir ihr Anerkennung und Dank aus.“

Bis Vertragsende bleibt Stephanie Gräve dienstfreigestellt. Der Fokus liegt nun auf der Sicherstellung eines geordneten Theaterbetriebs nach der Sommerpause sowie der Vorbereitung der kommenden Spielzeiten. Die KUGES wird für 2026/27 und 2027/28 rasch eine interimistische künstlerische Leitung bestellen. Die Vorbereitungen für die bühnentechnische Sanierung und die kommenden Produktionen laufen planmäßig weiter.