Eine Vorarlbergerin zeigt bei der Ars Electronica in Linz groß auf

Die Vorarlberger Künstlerin ist erneut Teil des größten Festivals für Kunst, Technologie und Gesellschaft. Diesmal beschäftigt sich die 20-Jährige mit der Künstlichen Intelligenz.
Linz, Dornbirn Im vergangenen Jahr war es ein riesiger Regenbogen als Symbol der Hoffnung, heuer steht die Künstliche Intelligenz (KI) im Mittelpunkt: Die junge Vorarlberger Künstlerin Yari Häfele (20) ist erneut bei der Ars Electronica in Linz, dem weltweit größten Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft, vertreten. Gemeinsam mit drei Studienkolleginnen präsentiert sie eine Installation, einen interaktiven Film und Plakate unter dem Titel “Is this the world you want to create”.
Die Vorarlberger Künstlerin beschäftigt sich dabei mit einer Technologie, die zunehmend selbstverständlich geworden ist. “Im letzten Jahr hat der Einsatz von Künstlicher Intelligenz extrem zugenommen”, sagt die 20-Jährige. KI-generierte Bilder und kurze Filme würden über WhatsApp und Instagram verschickt. “Teilweise ohne, dass den Menschen bewusst sei, dass diese nicht real sind.”

Auch bei alltäglichen Entscheidungen werde zunehmend auf Künstliche Intelligenz zurückgegriffen. Vom Namen für das zukünftige Baby über das nächste Urlaubsziel bis zur Frage, was man morgen anziehen soll: Antworten darauf würden heute häufig bei ChatGPT oder anderen KI-Anwendungen gesucht. “In der Schule, an der Uni, bei der Arbeit, in der Kunst – KI ist nicht mehr wegzudenken”, sagt Häfele.

Entstanden ist das Projekt im Rahmen eines Seminars an der Kunstuniversität in Linz. Die Studentinnen beschäftigten sich damit, welche Zukunftsvision sie für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz haben. Dabei geht es ihnen nicht darum, die Technologie grundsätzlich positiv oder negativ darzustellen. “Das Ziel unseres Projektes ist es nicht, einseitig die Vor- oder Nachteile der generativen KI, sondern Fakten über die KI zu präsentieren”, erklärt Häfele.

Die Kunst dient dabei als Mittel, wissenschaftliche Zusammenhänge einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Häfele möchte zeigen, was im Hintergrund geschieht, wenn Nutzerinnen und Nutzer eine Anfrage an eine KI stellen. Dafür hat sie eine Installation aus einem Dieselmotor und Kühlschläuchen geschaffen. Zwischen Frage und Antwort liegen zwar oft nur Sekundenbruchteile. “In diesen Sekundenbruchteilen läuft im Hintergrund jedoch sehr viel ab, vor allem wird sehr viel Wasser und Strom verbraucht.”
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Installation, interaktiver Film und Plakate sollen diese Zusammenhänge vermitteln und zum Nachdenken über den eigenen Umgang mit KI anregen. “Wir wünschen uns, dass die Besucherinnen und Besucher des Festivals für die Kunst zu uns kommen und wegen der Informationen bleiben”, sagt Häfele. “Schön wäre es, wenn einige sich in Zukunft einfach genauer überlegen, wie sie die Ressourcen einer KI verantwortungsvoller einsetzen können.”
Mehr ale 1000 Künstlerinnen und Künstler
Die Ars Electronica findet vom 9. bis 13. September in Linz statt. Unter dem diesjährigen Thema “Negotiating Humanity” setzen sich mehr als 1000 Künstlerinnen, Künstler sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt mit den Themen Kunst, Technologie und Gesellschaft auseinander. Im vergangenen Jahr verzeichnete das Festival mit mehr als 122.000 Besucherinnen und Besuchern einen Festivalrekord.