In Memoriam Werner und Renate Fend

Kultur / 14.09.2026 • 13:32 Uhr
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Werner Fend mit einem Langur in Indien/Rajasthan.Sammlung Fend, Vorarlberger Landesbibliothek

Veranstaltung am 17. September 2026 im Kuppelsaal der Vorarlberger Landesbibliothek.

Bregenz Der bekannte Vorarlberger Tierfilmer Werner Fend wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. In den 1980- und 1990er Jahren schrieb er mit seinen spektakulären Naturdokumentationen Fernsehgeschichte. Wenn an den Weihnachtsfeiertagen im ZDF und ORF seine Sendungen liefen, versammelten sich bis zu 20 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer vor den Fernsehschirmen. Der Abend in der Landesbibliothek ist auch von Wehmut geprägt, denn eigentlich war geplant, dass seine Ehefrau Renate sich im Gespräch an die gemeinsame Zeit erinnert. Leider ist sie vor Kurzem verstorben, und so wird die Veranstaltung am 17. September eine Würdigung von Werner und Renate Fend. Beginn ist um 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei.

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Renate Fend im Dschungel in Borneo.Sammlung Fend, Vorarlberger Landesbibliothek

Werner Fend studierte an der Columbia-Universität in den USA, bevor er nach Indien reiste, wo er die nächsten zehn Jahre verbrachte. Im Jahre 1956 schloss er sich einer deutschen Expedition an, die für die Sammlung von Tieren im Auftrag des Hamburger Zoologischen Museums in die Dschungel Nordindiens reiste.

Spektakuläre Aufnahmen

1963 begann er seine persönlichen Erfahrungen filmisch umzusetzen. Seine Dokumentarfilme erregten weltweites Aufsehen, da er große Raubkatzen, vor allem Tiger, als Erster aus nächster Nähe filmte. Auch in den nachfolgenden Jahrzehnten gelangen ihm immer wieder spektakuläre Aufnahmen aus dem Tierreich. Zuerst alleine, später mit seinem Sohn Michael und seiner Ehefrau Renate bereiste er neben Indien und dem Himalaya den südostasiatischen Raum.

Zum Einstieg wird ein „Österreich-Bild“ über Werner Fend gezeigt, welches 1992 von Hannes Schenkenbach gestaltet wurde. Er führt gemeinsam mit Thomas Feurstein von der Vorarlberger Landesbibliothek durch den Abend. Filme, Fotos und persönliche Erinnerungen beleuchten Höhepunkte aus dem Lebenswerk von Werner und Renate Fend.

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Sammlung Fend, Vorarlberger Landesbibliothek

Der Götzner Bürgermeister Manfred Böhmwalder verleiht das für Renate Fend vorgesehene Ehrenzeichen der Marktgemeinde posthum an ihren Sohn Michael. Renate Fend war nicht nur langjährige Ehefrau und Begleiterin, sondern als Tontechnikerin, Fotografin und Produzentin maßgeblich für den Erfolg der Fend-Filme verantwortlich. 2015 übergab Renate Fend den Nachlass Fend der Vorarlberger Landesbibliothek.