Land vergibt 15 Arbeitsstipendien an Kunstschaffende

Eine Fachjury wählte aus 84 Bewerbungen aus. Unterstützung für künstlerisches Schaffen.
Bregenz Die Kulturabteilung des Landes vergibt auch heuer fünf Jahres- und zehn Halbjahresstipendien für das Jahr 2027 an professionelle Künstlerinnen und Künstler. Dotiert sind sie mit jeweils 1500 Euro pro Monat. Ein Jahresstipendium summiert sich damit auf 18.000 Euro, ein Halbjahresstipendium auf 9000 Euro. Insgesamt stellt das Land 180.000 Euro zur Verfügung. Ziel sei es, die Kunstschaffenden über einen gewissen Zeitraum finanziell zu unterstützen, „damit sie sich auf ihre künstlerische Weiterentwicklung konzentrieren können“, erklärt Kulturlandesrätin Barbara Schöbi-Fink.
Die Jahresstipendien gehen an Mathias Kessler, Matthias Bildstein, Juta Pranulytė, Maria Anwander und Peter Wehinger. Über ein Halbjahresstipendium dürfen sich Lukas Birk, Alexander Moosbrugger, Sarah Rinderer, Lisa Suitner, Philipp Fussenegger, Christoph Lingg, Muhammet Ali Bas, Drago Persic, Evamaria Müller und Daniela Christina Egger freuen. Schöbi-Fink gratuliert den Stipendiatinnen und Stipendiaten, die sich gegen zahlreiche Mitbewerber durchgesetzt haben. Für sie zeigt die Auswahl „erneut die Breite und Vielfalt des Kunst- und Kulturlebens in Vorarlberg“.
Der unabhängigen, spartenübergreifend besetzten Jury gehörten Severin Dünser, Kathrin Dünser, Tobias Fend, Manuela Mylonas, Julia Nehmiz und Tobias Vedovelli an. Den Vorsitz führte Kulturamtsleiterin Claudia Voit. In einem mehrstufigen Verfahren sichtete das Gremium insgesamt 84 Bewerbungen. Entscheidend waren laut Voit vor allem die künstlerische Qualität der Projekte, ihr Stellenwert im Gesamtwerk der Kunstschaffenden sowie eine voraussichtlich nachhaltige Wirkung. Die Ausgewählten erfüllten diese Kriterien „bestens“.
Die Ausschreibung stand allen Sparten offen, von Bildender und Darstellender Kunst über Film, Literatur und Musik bis zur Kulturvermittlung und zu spartenübergreifenden Projekten. Bewerben konnten sich selbständig tätige Kunst- und Kulturschaffende, die aus Vorarlberg stammen, hier ihren Lebensmittelpunkt haben oder einen künstlerischen Schwerpunkt im Land vorweisen. Das Land folgt damit dem „Update Kulturstrategie“ von 2023. Dieses empfiehlt, Förderungen stärker auf die Arbeitsprozesse von Kunstschaffenden auszurichten.