Mautbefreiung Hörbranz–Hohenems

Leserbriefe / 17.11.2019 • 18:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die beschlossene Mautbefreiung Hörbranz–Hohenems ist keine Lösung, sondern eine Verlagerung des Verkehrs in eine andere Gemeinde und öffnet Tür und Tor für jegliche Benachteiligungsklagen (z. B. von Skigebieten im Montafon gegenüber dem Bregenzerwald). Zielführender wäre es, die Benutzung der Rheintalautobahn A 14 mit der Schweizer Vignette bis Feldkirch Nord freizugeben. Dies würde den Transitverkehr Richtung Zürich und Italien breiter fächern und über das Rheintal aufteilen. Eine spürbare Entlastung im Unterland wäre die Folge auf der Strecke Bregenz– Höchst. Es darf aber kein Anreiz geschaffen werden, den halben Weg in unsere Skigebiete auf der Autobahn zurückzulegen und den Rest auf der Bundesstraße. Touristen und Skigäste müssen dazu ermutigt werden, die hochrangigen Straßen zu nutzen, am besten damit, dass sie diese, kilometerweise, möglichst lange nutzen dürfen. Von Hörbranz bis an den Arlberg – und gegebenenfalls noch weiter. Eine Mautbefreiung bewirkt genau das Gegenteil und zieht noch mehr Verkehr an. Das Ende der Korridorvignette hat dies in Altach gezeigt. Es sind an den Skiwochenenden weniger Skigäste auf der L 203 unterwegs, da sehr zeitintensiv durch ganz Vorarlberg gefahren werden muss. Jetzt wird die komplette Strecke auf der Autobahn zurückgelegt, da die Vignette – egal ob der Strecke – gleich viel kostet.

Patrick Brändle, Altach